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Info-Abend der Stadtverwaltung zur aktuellen Flüchtlingssituation in Meerbusch

Über 300 interessierte Besucher zwischen Sorge und Mitgefühl

 

Über 300 Interessierte besuchten am Dienstag den Informationsabend der Stadtverwaltung zur aktuellen Flüchtlingssituation in Meerbusch. Der Ort des Geschehens, das Foyer des Meerbusch-Gymnasiums in Strümp, war nicht von ungefähr gewählt. Seit Wochenbeginn sind die beiden Sporthallen der Schule Flüchtlingsnotunterkunft des Landes NRW. Am Montagnachmittag trafen die ersten knapp 160 Neuankömmlinge am Fouesnant-Platz in Strümp ein. Insgesamt bieten die beiden Hallen, die in den Herbstferien umgerüstet wurden, Platz für knapp 400 Menschen.

Sachlich und sensibel diskutiert

"Der positive und ruhige Verlauf der Veranstaltung hat mich sehr gefreut", so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Der gesamte Abend verlief in angenehmer Atmosphäre, alle Beteiligten sind sehr sachlich und sensibel mit der Problematik umgegangen." Die Fragen und Reaktionen der Besucher reichten von Besorgnis - zum Beispiel um die Sicherheit der Schulkinder - bis hin zum Angebot, selbst helfen zu wollen.

Die Stadt, so berichtete die Bürgermeisterin, fahre derzeit mehrgleisig, um dem Unterbringungsdruck durch neu zugewiesene Flüchtlinge zu begegnen. Die Herausforderung sei immens. Weil es in Meerbusch einen verhältnismäßig geringen Anteil an Mietwohnungsbauten und nahezu keinen Wohnungsleerstand gebe, sei die Suche nach geeigenetem Wohnraum für Flüchtlinge enorm schwierig. Prinzipiell hülfen in der derzeitigen Situation nur große Einheiten weiter.

Zwei Landesnotunterünfte

Mit der Sporthalle des Mataré-Gymnasiums und den beiden Strümper Hallen beherberge Meerbusch insgesamt nun schon zwei Notunterkünfte des Landes mit insgesamt fast 600 Plätzen In ganz NRW seien es allerdings insgesamt 222. Meerbusch stehe also mit seinen Problemen keineswegs allein.

Mit dem Umbau des Pfarrheims der Gemeinde St. Franzsiksus in Strümp kommen in Bäldeweitere 60 Plätze für Menschen hinzu, die länger in Meerbusch bleiben werden. Im nächsten Schritt soll die Barbara-Gerretz-Grundschule in Osterath als Unterkunft hergerichtet werden. Zudem steht die Stadt in Verhandlung mit Sozialwohnungsbaugesellschaften, die auf baureifen städtischen Grundstücken Wohnungen errichten sollen, die die Stadt dann für Flüchtlinge anmieten kann. Hier werde jedoch erst im Jahr 2017 mit einem Baubeginn gerechnet. Auf die Frage, was die Stadtverwaltung zu tun gedenke, wenn auch alle neu gebauten Notunterkünfte belegt seien, gab Mielke-Westerlage eine offene Antwort: "Diese Frage beschert auch mir schlaflose Nächte."

Neben der Bürgermeisterin stellten sich der Erste Beigeordnete und Sozialdezernent Frank Maatz, Berit Sonnenburg von den betreuenden Johanniter-Fachdiensten und Ulli Dackweiler vom neu gegründeten Verein "Meerbusch hilft" den Fragen. Stadtsprecher Michael Gorgs moderierte die Runde.

Emotionale Momente aus dem Alltag

Berit Sonnenburg, die sei August die Notunterkunft in der Sporthalle des Mataré-Gymnasiums betreut, berichtete über erfreifende Alltagserfahrungen mit den Flüchtlingsfamilien. So hätten sich einige verängstigt in die Halle geflüchtet als Flugzeuge im Landeanflug auf Düsseldorf Büderich überflogen. "Sie vermuteten sogleich einen Luftangriff." Zudem verhielten sich die meisten Neuankömmlinge überaus zurückhaltend und vorsichtig, die Menschen seien froh nach zum Teil wochenlanger Flucht endlich in Sicherheit zu sein.

Einen Live-Ticker der Rheinischen Post Meerbusch zum Ablauf des Abends finden Sie hier.

 

 

 





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