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Minderjährige und Alkohol: Jugendamt verschickt Elternbrief vor den Karnevalstagen

Warnung vor Gefahren und Risiken: Offen reden und klare Regeln aufstellen

Rechtzeitig vor den Karnevalstagen erhalten die Mütter und Väter der Meerbuscher Siebt-, Acht- und Neuntklässler jetzt Post vom städtischen Jugendamt. In ihrem Elternbrief warnt die Behörde nachdrücklich vor den Gefahren und Risiken, die Alkoholkonsum für Minderjährige mit sich bringt. "Wir wollen das Thema gerade jetzt nochmal anstoßen, damit in den Familien darüber gesprochen wird und die Kinder klare Verhaltensregeln bekommen", sagt Peter Annacker, Leiter des Fachbereichs Soziales und Jugend (Foto)

Auch in Meerbusch habe die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die Alkohol zu sich nehmen, in den letzten Jahren zugenommen. "Oft sind die Eltern hilflos, wenn sie feststellen, dass ihr Sohn oder ihre Tochter zu früh und zuviel Alkohol trinkt." Offene Gespräche, klare Regeln und ein konsequenter Umgang mit der Thematik seien deshalb unerlässlich.

Neben den wichtigsten Passagen aus dem Jugendschutzgesetz liefert der Elternbrief auch praktische Tipps für die Erziehungsberechtigten: "Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst und schauen Sie genau hin. Konflikte lassen sich zwar nicht immer vermeiden, aber Sie machen damit deutlich, welches Verhalten Sie nicht akzeptieren!", rät das Jugendamt. Unbedingt reagieren sollten Mütter und Väter, wenn sich Verdachtsmomente erhärten, dass Alkohol an Minderjährige verkauft werde. Die Empfehlung hier: Unbedingt Anzeige erstatten.

Auch Wirte sollten bei Problemen gezielt angesprochen werden. Annacker: "Bei jeder Veranstaltung muss es nach dem Gaststättengesetz ein alkoholfreies Getränk geben, das bei gleicher Menge nicht teurer als das billigste alkoholische Getränk ist." Ratsam sei es zudem, auch mit anderen Eltern über das Thema Jugendschutz zu sprechen. Gemeinsam falle es oft leichter, den Jugendlichen den Ernst der Angelegenheit zu vermitteln. Wichtig ist es laut Jugendamt auch, minderjährige Kinder rechtzeitig von Veranstaltungen abzuholen und dabei die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes unmissverständlich einzuhalten. "Wir Erwachsenen müssen Vorbild sein", sagt Peter Annacker. "Das bewirkt mehr als tausend Worte."

 

Was sagt das Jugendschutzgesetz?






Link Zurück Link nach Oben 2. September 2010

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