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Delegation um Bürgermeister Spindler aus der Partnerstadt Shijonawate zurück

Zwischen Tempelbesuch und Teeprobe: Japaner haben Meerbusch ins Herz geschlossen

 

„Wir sind sehr stolz auf den tief und umfangreifen Freundschaften mit der Stadt Meerbusch. Mit ihnen wollen wir für unsere erfolgreichen Zukünfte weiter wachsen."

Sprachlich noch etwas holprig - aber von großer Herzlichkeit und Wärme: Der Satz, den die Geschäftsleitung des Druckerherstellers Kycoera Mita auf die Erinnerungsfotos für ihre Gäste drucken ließ, steht sinnbildlich für die Atmosphäre, die den ersten Besuch der Meerbuscher Delegation in der neuen Partnerstadt Shijonawate prägte: „Wir sind beeindruckt und begeistert", erklärte Bürgermeister Dieter Spindler nach dem 17,5-stündigen Rückflug bei der ersten Presserunde im Rathaus.

Im wahren Wortsinne minuziös hatten die japanischen Gastgeber um Bürgermeister Natsuki Tanaka den Aufenthalt der neuen Freunde aus Meerbusch vorbereitet. „Jedes Grußwort, jeder Musikbeitrag, jeder Besuch war auf die Minute genau vorgeplant", so Spindler. Die kleine Delegation besuchte Schulen, Sportanlagen und den Shinto-Schrein, lernte Verwaltungsmitarbeiter, Stadtverordnete und örtliche Unternehmer kennen, bewunderte trommelnde Kinder im Bürgerhaus und kleine, barfüßige Akrobaten im Kindergarten. Am traditionellen, religiös geprägten Nanko-Fest durften die Meerbuscher als Ehrengäste in feinen weißen Gewändern teilnehmen. Beim Kalligrafie-Meister wurde geübt, wie man den eigenen Namen in japanischen Schriftzeichen zu Papier bringt. Aus getrockneten Blütenblättern wurden kleine bunte Bilder geklebt. „Und an jeder Station, die wir besuchten, hingen deutschsprachige Willkommenstafeln, in der Schulkantine waren sogar Speisenkarten eigens für uns ins Deutsche übersetzt worden", so Spindler.

Dass in Japan viele Dinge sehr traditionsbewusst, formal und bisweilen gar rituell abgewickelt werden, bemerkte die Gruppe sehr schnell. Wie ist bei der Teeprobe die Tasse zu drehen, wieviele Verneigungen sind im Shinto-Tempel zu machen? Wer darf in welcher Rangordnung neben wem Platz nehmen? Eifrige Dolmetscher soufflierten im Hintergrund, damit nichts schief ging. „Wir waren jederzeit rundum betreut und geführt", so die Erste Beigeordnete Angelika Mielke-Westerlage augenzwinkernd. Kleine Zupfer am Ärmel waren das verlässliche Zeichen, dass es weiterging zum nächsten Termin. Bei einem Festakt in der 600 Menschen fassenden Stadthalle von Shijonawate wurde das zweite Partnerschaftsmemorandum unterzeichnet. Zwei feierlich gepflanzte Lindenbäume stehen symbolisch für eine Freundschaft, die wachsen und gedeihen soll.

Eines wurde beim ersten Besuch in Shijonawate ebenfalls deutlich: Die neuen japanischen Freunde sehen den jetzt aufzubauenden partnerschaftlichen Beziehungen mit viel Freude und Engagement entgegen. Die große Entfernung zwischen beiden Städten wird nicht als Hindernis gesehen. Im örtlichen Partnerschaftskomitee engagieren sich Akteure, die Meerbusch kennen. Einer hat einige Jahre in Lank gelebt, eine andere schon mal den 10.000-Meter-Mailauf in Osterath gewonnen. Die Neugier ist geweckt, der Wissendurst auf beiden Seiten groß.

„Jetzt gilt es, die Freude an der Begegnung weiterzutragen und die Partnerschaft auf eine breite Basis zu stellen", so Bürgermeister Dieter Spindler. Jährliche Besuche der Verwaltungsspitze seien allerdings nicht vorgesehen. „Es gibt etliche leichtere Wege, etwas über den anderen zu erfahren und Austausch zu pflegen." Bilder der Mauritius-Grundschüler werden eine Brücke zu Kindern in Shijonawate bauen, Internettelefonie den Kontakt zwischen Jugendlichen erleichtern. Referentin Bettina Scholten, die die Partnerschaftsaktivitäten weiter koordinieren wird, ist dabei einen deutsch-japanischen Zirkel in Meerbusch aufzubauen, der weitere Impulse entwickeln soll.

Eine umfassende Fotogalerie vom Besuch in Shijonawate finden Sie hier.

 





29. March 2012



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