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Artikel vom: 01/27/2005

Bürgermeister und Wirtschaftsförderer besuchen Firmen
 
 
 
Branchenvielfalt erhalten: Persönlicher Kontakt ist das A und O

Bürgermeister Dieter Spindler sucht noch engeren Kontakt mit der Meerbuscher Unternehmerschaft. Nur wer sich kennt, kann gemeinsam etwas bewegen. Das wiederum funktioniert nur über persönliche Gespräche. Regelmäßig macht sich der Verwaltungschef jetzt gemeinsam mit seinem Wirtschaftsförderer Klaus F. Malinka auf den Weg zu Firmenbesuchen im Stadtgebiet.

Erste Station: die Werix-Gruppe auf dem Böhler-Gelände. Firmeninhaber Josef Schmitz ist 77 Jahre alt und ein “Unternehmer der ersten Stunde”. Mit einem geschlachteten Schwein kaufte der gebürtige Sauerländer 1947 seine erste Stanzmaschine für Schuheinlegesohlen – schwarz und an den Kontrolleuren der Besatzungsmacht vorbei. Das war riskant, aber erfolgreich. Im Heimatdorf Rixen bei Bestwig produzierte Josef Schmitz mit seinem Kompagnon die ersten Sohlen und reiste damit als Handelsvertreter über Land. “So gewann ich meine ersten Kunden, einige davon hab‘ ich heute noch”, erzählt der rüstige Senior, der seit den Fünfziger Jahren in Büderich lebt.

Mit viel Fleiß und Geschick hat Schmitz bis heute aus primitivsten Anfängen eine Unternehmensgruppe aus fünf Firmen an zwei Standorten aufgebaut, die mehr als 70 Menschen beschäftigen. Umsatzstärkstes Betätigungsfeld bei Werix ist die Produktion und Verarbeitung von Polyethylen-Folien. Ganz nebenbei gehört die Gruppe heute zu den führenden Herstellern von Kunststoffbeuteln für verschiedenste Zwecke. Das Gros des Verpackungsmaterials verkauft Schmitz an die Backindustrie. Allein rund 1,2 Millionen Brotbeutel verlassen täglich die Werix-Maschinen. Damit ist die Gruppe in diesem Segment Marktführer in Deutschland.

“Wir haben in Meerbusch eine vielfältige Unternehmenslandschaft. Dabei spielen neben den international tätigen Konzernen gerade mittelständische Firmen wie die Werix-Gruppe eine herausragende Rolle”, so Wirtschaftsförderer Klaus F. Malinka. Wie bei einem guten Tee oder Kaffee komme es immer auf die richtige Mischung an. “Und die wollen wir weiter fördern.” Der für Meerbusch typische persönliche Kontakt werde dabei ein entscheidender Faktor bleiben.