Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/21/2003

Stadt verteilt wieder 650 Butterbrotdosen an Meerbuschs Erstklässler
 
 
 
Wenn‘s zum Frühstück “Klack” macht:
I-Dötzchen pfeifen auf Verpackungsmüll

Für die rund 650 I-Dötzchen, die ab 16. September an den Meerbuscher Grundschulen die Geheimnisse von ABC und Einmaleins erforschen, beginnt die Frühstückspause fortan pünktlich mit einem “Klack”. Vernehmlich “klack” macht’s nämlich dann, wenn die Kleinen die neu gestylten roten oder blauen Butterbrotdosen der Stadt Meerbusch öffnen. Ganz gleich, was drin ist, Mehrkornbrötchen oder Apfelstückchen – Alufolie, Plastiktüte oder Pergamentpapier werden durch die Dose überflüssig.

“Alles wird heute verpackt – mal mehr, mal weniger sinnvoll”, sagt Dana Frey, Umweltfachfrau in der Stadtverwaltung. So sei es kein Wunder, dass sich auch im Schulranzen über kurz oder lang Verpackungsmüll ansammle. “Frühstück ohne Abfall – Mein Beitrag zum Umweltschutz”, so der Schriftzug auf den Dosen. “Wir möchten die Kinder möglichst früh für ein umwelt- und ressourcenschonendes Konsumverhalten sensibilisieren, das später in Fleisch und Blut übergeht. Das fängt bei den kleinen Dingen des Alltags an.” Auch auf die beliebten Trinkpäckchen sollte man zum Schulfrühstück verzichten. In allen Grundschulen gibt es Milch und Kakao aus Mehrwegflaschen, manche Klassen organisieren sich selbst Mineralwasser. Unerlässlich sei natürlich, dass die Eltern “mitspielen” und täglich die Butterbrotdose verwenden. Positiver Nebeneffekt: Das Frühstück bleibt frisch, die Brote werden nicht zwischen Büchern und Mäppchen gequetscht.

Die bunten Boxen aus dem Umweltamt werden schon seit 1992 als kleines Präsent an die Schulneulinge verteilt. Fast 7.000 Stück in unterschiedlichen Farben und Designs sind nun schon im Umlauf. Die Aktion hat serinerzeit als Gemeinschaftsinitiative des Arbeitskreises Umwelt der Städte Meerbusch, Dormagen, Kaarst, Tönisvorst und Willich begonnen. In Meerbusch wird die “Kinderfrühstückskampagne” durch finanzielle Hilfe des Umweltfördervereins und der Wirtschaftsbetriebe (wbm) ermöglicht.

Für die kommenden fünf I-Dötzchen-Generationen hat Dana Frey übrigens schon vorgesorgt, denn ein Großeinkauf lohnt sich: 3.000 Dosen liegen für die nächsten Jahre zur Verteilung bereit.