Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 12/12/2005

Fair gehandelte Bohnen in Bürgerbüros und in den Weltläden
 
 
 
“Meerbusch-Kaffee” in der Adventszeit:
Verschenken oder einfach selbst genießen

“Meerbusch-Kaffee” wird offenbar gerade in der Adventszeit sehr gern verschenkt oder auch einfach selbst getrunken. Fast 4.000 Pakete des hochwertigen Bio-Kaffees, der aus besten Anbaugebieten Mittelamerikas importiert wird, sind inzwischen verkauft worden – etwa ein Viertel davon in den Bürgerbüros der Stadtverwaltung. Erfolgsmeldungen kommen auch aus den Eine-Welt-Läden der Pfarrgemeinden im Stadtgebiet. Die blaue Tüte mit Ethno-Muster und Meerbuscher Teehäuschen wird gern genommen. Jetzt sind neue Lieferungen eingetroffen. Den Kaffee, der im Herbst 2003 im Rahmen der weltweiten “Woche des Fairen Handels” auf den Markt kam, gibt es inzwischen sowohl gemahlen als auch als Bohnen.

“Viele Menschen wollen Freunden oder Verwandten, die anderswo wohnen, etwas Meerbusch-Typisches schenken. Deshalb ist der Meerbusch-Kaffee gerade für die Vorweihnachtszeit eine schöne Idee”, so Pressesprecher Michael Gorgs. Der Preis von 3,50 Euro pro halbem Pfund sei zwar nicht niedrig, dafür aber sei der Meerbusch-Kaffee ergiebiger, stamme ausschließlich aus ausgewählten Hochlandplantagen und helfe notleidenden Menschen in Drittwelt-Ländern, mit eigener Arbeit ihren Lebensunterhalt zu sichern. “Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt und Preise, die nicht einmal die Kosten decken, treiben viele Kleinbauern unweigerlich in den Ruin”, so Gorgs. Für die Bohnen, die bei uns als “Meerbusch-Kaffee” auf den Markt kommen, werde über die Handelsorganisation “TransFair” ein angemessener Mindestpreis zuzüglich eines zehnprozentigen Entwicklungs-zuschlags gezahlt. Der höhere Arbeitsaufwand für den ökologischen Anbau werde mit einem 15-prozentigen Bonus vergütet. “Die Ernte wird vorfinanziert, damit sich die verarmten Bauern nicht noch weiter verschulden müssen. Dauerhafte Partnerschaften ermöglichen den Kooperativen zudem eine langfristige Planung.”

Wer in diesen Tagen den Weg zum Bürgerbüro nicht schafft, kann sich auch in den heimischen Kirchengemeinden umsehen. Weltläden gibt es in den Pfarrheimen von St. Mauritius und Heilig Geist in Büderich, an St. Nikolaus in Osterath, an St. Franziskus in Strümp sowie bei den Eine-Welt-Initiativen der Stephanus- und der Kreuzkirche in Lank-Latum.