Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/01/2008

22 Jugendliche starten zum Weltjugendtag nach Sydney
 
 
 
Reisekosten hart erarbeitet: Jetzt geht’s mit
Meerbusch-Flagge nach „down under“

Feuer gefangen haben sie beim Weltjugendtag 2005 in Köln – tolle Atmosphäre, Festfreude, junge Menschen aus aller Welt, Papst Benedikt hautnah. Schnell waren sich die Jugendlichen der Pfarrgemeinde St. Pankratius einig: Beim nächsten Mal wollen wir wieder dabei sein. Jetzt wird der Wunsch war: Am Donnerstag (3. Juli) starten 22 junge Pilger aus Bösinghoven, Strümp und Lank genmeinsam zum Weltjugendtag nach Sydney. Bürgermeister Dieter Spindler verabschiedete Vertreter der Gruppe jetzt im Rathaus, am Abend gab’s einen feierlichen Aussendungsgottesdienst in St. Pankratius. „Ihr seid auch Botschafter für Meerbusch in Australien“, sagte Spindler und gab der Gruppe neben kleinen Meerbusch-Souvenirs auch eine Stadtfahne mit auf die Reise.


„Als wir erfuhren, dass Sydney Gastgeber wird, waren wir schon etwas konsterniert“, so Pfarrgemeinderätin Michaela Freifrau von Heeremann, die die Gruppe gemeinsam mit Rösel Schumacher vorbereitet hat. „Australien? Wer sollte das bezahlen?“ Immerhin kostet der dreiwöchige Trip nach „down under“ rund 2.350 Euro. Entmutigen lassen aber wollte sich dadurch niemand. „Wir wollten das Geld selbst zusammenbringen und haben uns einiges einfallen lassen“, erklärt Rösel Schumacher. Die Jugendlichen gründeten eine Theatergruppe, sieben Vorstellungen des „Wirtshaus im Spessart“ – unter anderem im Forum Wasserturm - brachten rund 6.000 Euro ein. Bei einem Hoffest und einem italienischen Abend auf Haus Gripswald in Ossum bekochte die Gruppe die gesamte Pfarrgemeinde. Dazu wurde gekellnert, auf Vereinsfesten gegrillt oder auf Trödel- und Weihnachtsmärkten Geld verdient. Spenden aus der Gemeinde, aber auch aus Lank, Strümp und Osterath kamen hinzu und machten den Weg frei für das Abenteuer Australien: Nun muss jeder der Weltjugendtagspilger nur noch die Hälfte des Reisepreises aus eigener Tasche bezahlen. „Neben dem finanziellen Erfolg sind wir in den letzten zwei Jahren aber auch als Gruppe zusammengewachsen“, erzählt die 16-jährige Vicky. „Das wird uns auf der Reise zugute kommen.“

Rund 6.000 junge Deutsche machen sich in diesen Tagen auf den Weg zum Weltjugendtag, rund 200 von ihnen kommen aus dem Bistum Aachen. „Die Pilgerfahrt ist für die Jugendlichen auch eine schöne Gelegenheit, sich in ihren christlichen Wurzeln zu festigen und für ihre religiösen Werte einstehen zu lernen“, sagt Michaela Heeremann. Der Austausch mit gläubigen Altergenossen aus aller Welt sei dazu ideal. Entsprechend hat sie die Gruppe im Vorfeld gut vorbreitet. Bei Einkehrwochenenden im Haus Gripswald, bei Meditation und Exerzitien stimmten sich die 16- bis 20-Jährigen auf den das Welttreffen der jungen Katholiken ein.

Ihre Botschafterrolle für die Heimatstadt haben die 22 Pilger auch schon verinnerlicht. Dabei sollen auch die eigens bedruckten weißen Jugendtags-T-Shirts helfen: „Meerbusch meets Sydney“ steht auf dem Rücken zu lesen. Beim nächsten Hoffest am 17. August auf Haus Gripswald wollen sie berichten, wie die Botschaft angekommen ist.