Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/21/2008

Meerbuscher und Düsseldorfer Straßenbauer einig
 
 
 
Verlängerung der Böhlerstraße zur A52 -
Bau könnte im September 2009 beginnen

Der Bau der seit langem gewünschten Verbindung zwischen Böhlerstraße und Autobahn 52 an der Stadtgrenze zu Düsseldorf ist deutlich näher gerückt. Das ist das Ergebnis eines Arbeitsgesprächs, das Vertreter der Stadt Meerbusch jetzt mit Kollegen im Technischen Dezernat der Stadt Düsseldorf geführt haben. Nach Einschätzung der Fachleute könnte der Bau der Straße schon im September 2009 beginnen. "Dieses Resultat ist ein Erfolg. Für diese Straße habe ich mich in Düsseldorf jahrelang bei jeder Gelegenheit eingesetzt", freut sich Bürgermeister Dieter Spindler.

Der Druck von Meerbuscher Seite hat seinen Grund: Die neue Spange, die vom Ende der jetzigen Böhlerstraße in südwestlicher Richtung über unbebaute Flächen auf die Neusser Straße geführt werden soll, würde den gesamten Büdericher Süden verkehrlich entlasten. Vor allem die derzeit stark befahrene Marienburger Straße würde von Lastwagen befreit, die den Engpass derzeit noch auf dem Weg Richtung Böhler-Werk und Hansaallee durchqueren müssen.

"Zudem brauchen wir die Straße unbedingt zur Erschließung der noch zu entwickelnden Freiflächen auf dem Böhler-Gelände", erklärt Spindler. Weil das Areal für eine attraktive Mischung aus Arbeiten und Wohnen vorgesehen ist, sei ein leistungsfähiger Anschluss an die Autobahn unerlässlich. "Die saubere Verkehrsanbindung des Gebiets ist einerseits für uns als Stadt Grundbedingung, andererseits prüft auch jeder potentielle Investor diesen Standortfaktor zuerst."

Bislang hatten vor allem Probleme beim Grunderwerb und ungeklärte Zuschussfragen das Vorhaben behindert. Zuletzt waren beide beteiligten Städte übereingekommen, sich die Kosten, die inzwischen auf runde 4,4 Millionen Euro geschätzt werden, je zur Hälfte zu teilen. Jetzt werden die Vorbereitungsarbeiten auf beiden Seiten forciert. Unter anderem müssen die Ausschreibungen vorbereitet werden. "Seit dem ersten Vorplanungsauftrag im Jahr 1990 waren wir noch nie so nah am Ziel", sagt Wolfgang Trapp, Leiter des Fachbereichs Straßen und Kanäle in der Meerbuscher Stadtverwaltung. "Bis zum Baubeginn ist noch viel zu tun, wir gehen mit Volldampf ran."