Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/31/2007

Jugendschutzgesetz seit 1. September noch konsequenter
 
 
 
Für Jugendliche unter 18 ist das öffentliche
Rauchen jetzt tabu: Auch Händler in der Pflicht

Ab heute (1. September) greift ein weiterer Baustein zum Schutz der Jugend vor den Gefahren des Tabakkonsums. Bislang war Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, auch Tabakprodukte durften ihnen nicht verkauft werden. Nun schützt der Gesetzgeber zusätzlich auch die heranwachsenden 16- und 17-Jährigen. Mit der jetzt in Kraft tretenden Änderung des Jugendschutzgesetzes ist das Rauchen in der Öffentlichkeit für Jugendliche generell verboten. Auch der Handel muss sich umstellen: Tabakwaren dürfen nur noch an Volljährige verkauft werden.

Die Ordnungsbehörde und auch das Jugendamt der Stadtverwaltung haben angekündigt, verstärkt zu überwachen, ob die neuen Bestimmungen auch eingehalten werden. Dies gilt vor allem für den beliebten Zigarettenverkauf an Kiosks und Tankstellen. Schwarze Schafe müssen mit Strafe rechnen. „Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz beginnen die Bußgelder im dreistelligen Bereich“, erklärt Arndt Römmler vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung. „Danach gilt eine klare Marschroute: Je jünger die geschädigten Kinder, desto höher die Strafe für den Verkäufer.“

Darüber hinaus erhoffen sich die Verantwortlichen im Rathaus durch das jetzt konkretere Gesetz auch eine wirksamere öffentliche Kontrolle und mehr Druck auf minderjährige Raucher. „Wir hoffen, dass sich das neue Jugendschutzrecht auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit, sprich bei den Erwachsenen, besser festsetzt“, sagt Stadtpressesprecher Michael Gorgs. „Dann wird auch eher eingegriffen.“ Der Jugendschutz setze in erster Linie darauf, die Kompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken, kritisch mit Konsum und seinen möglichen Gefährdungen umzugehen. Darüber hinaus müsse es aber auch eine spürbare öffentliche Kontrolle geben. „Kinder, die rauchen, müssen wieder mit Ärger rechnen. Das hilft.“