Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 03/23/2004

Haus Meer: Die tägliche Nervenprobe für Autofahrer
 
 
 
Ampelschaltung wird angepasst: Bald
Rotlicht für rücksichtslose “Stauschleicher”

Autofahrer, die aus Richtung Lank und Strümp durch Büderich zur Arbeit fahren wollen, müssen sich seit Tagen in Geduld üben. Wie im verkehrsreichsten Monat November stauen sich die Fahrzeuge allmorgendlich vom Bahnübergang Haus Meer bis fast nach Strümp zurück. Der Grund: Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau sind dabei, die Ampelschaltung an der Ausfahrt des PR- Platzes umzurüsten. Dabei aber gibt es augenscheinlich noch technische Probleme. Jetzt verursachte ein Unfall auf der A44 Richtung Düsseldorf zusätzlichen Ausweichverkehr und damit weitere Staus auch aus Richtung Bovert. Daraufhin wurde die Anlage bis auf weiteres ausgeschaltet.

Sinn der Arbeiten ist es, mit Hilfe der Ampel “Schleichfahrten” über den Park-und-Ride-Platz zu unterbinden. Dies hat die Stadt Meerbusch beim Landesbetrieb eingefordert. Hintergrund: Staut sich der Berufsverkehr morgens vom Bahnübergang zurück, nutzen rücksichtslose Zeitgenossen allzu gern den Weg über den Parkplatz, um den Stau zu umfahren und sich an der Ampel grinsend wieder einzureihen. Sehr zum Ärgernis der vorbildlichen Autofahrer. Eine “Schleife” im Asphalt, die dem vom P+R-Platz ausfahrenden Verkehr grünes Licht bescherte, machte es möglich. Das zwischen 6.30 und 9.30 Uhr geltende Abbiegeverbot nach rechts Richtung Büderich wurde schlicht ignoriert und der Stau durch zusätzliche Rotphasen noch mehr verlängert.

Künftig wird es für die Rechtsabbieger deshalb zwischen 6.30 und 9.30 Uhr konstant Rotlicht geben. Lediglich die Linienbusse erhalten elektronisch freie Fahrt. “Wer dieses Rotlicht einfach überfährt, begeht eine Straftat von anderem Kaliber”, sagt Harald Ugowski, Ordnungsdezernent der Stadt. Die Folge: Geldstrafe und Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Die Polizei will die Ausfahrt des P+R-Platzes verschärft kontrollieren.

Die Ampelanlage am Bahnübergang, die schon jetzt überaus komplizierte Steuerprogramme erfordert, wird mit der Schrankenschaltung der K-Bahn koordiniert und stellt den Autofahrern aus Richtung Strümp mehr Grünphasen zur Verfügung. So soll der Verkehr von der Bundesstraße 222 besser in die B9 einfließen und der morgendliche Stau abgebaut werden. Dies funktioniert nach Angaben der Verkehrsexperten aber erst dann richtig, wenn die Ampel am P+R-Platz passend abgestimmt ist.

Die Fachleute des Landesbetriebs Straßenbau wollen schnellstmöglich mit den Arbeiten fertig werden.