Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/21/2008

Einzelhandelskonzept für Meerbusch ab sofort in Arbeit
 
 
 
In Meerbusch gut versorgt?: Bürgerbefragung
soll neue Erkenntnisse für die Zukunft liefern

3.000 per Zufallsgenerator ausgewählte Meerbuscher über 18 Jahre erhalten in diesen Tagen Post aus dem Rathaus. Im Briefumschlag stecken ein Anschreiben des Bürgermeisters, ein Fragebogen und ein Freicouvert für die Rücksendung. Anlass der Mailing-Aktion ist eine Bürgerbefragung, die Politik und Verwaltung neue Erkenntnisse über das aktuelle Einkaufsverhalten liefern soll. Die Ergebnisse werden in ein Meerbuscher „Einzelhandels- und Zentrenkonzept“ einfließen, das die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) aus Köln im Auftrag der Stadt erarbeitet.

„Wir wollen untersuchen, wo die Stärken und Schwächen des Einzelhandels in Meerbusch liegen und wie wir das Angebot für die Zukunft weiterentwickeln können“, so Bürgermeister Dieter Spindler. Dabei sind sowohl die Werbegemeinschaften als auch die Kunden aktiv eingebunden. Wünsche und Verbesserungsvorschläge aus Kundensicht sind gern gesehen.

Hinter der Offensive der Stadt steht neben dem Eigeninteresse auch die Forderung der Landesplanung für Nordrhein-Westfalen, so genannte „zentrale Versorgungsbereiche für alle Städte und Gemeinden festzulegen. Laut Landesentwicklungsprogramm sind die Kommunen in NRW gehalten, eine flächendeckende und vor allem wohnungsnahe Versorgung der Menschen mit vielfältigen Waren und Dienstleistungen sicherzustellen. Auf diese Weise will das Land die Stadt- und Stadtteilzentren stärken und einer Verlagerung des Einzelhandels in Großkaufhäuser und Märkte „auf der grünen Wiese“ entgegenwirken.

Wie häufig und warum kaufen Sie in Meerbusch ein? Was stört Sie beim Einkauf in Meerbusch? Wie beurteilen Sie Beratung, Service und Einkaufsatmosphäre? Wie oft fahren Sie zum Einkauf in andere Städte und Gemeinden? Insgesamt elf Fragen hat die GMA für die 3.000 ausgewählten Meerbuscher Kunden zusammengestellt. Die Fragen werden anonym beantwortet, lediglich Geschlecht, Altersgruppe, Wohn- und Arbeitsort der Befragten sind für die Auswertung wichtig. Zusätzlich zur Fragebogenaktion soll eine so genannte „Kundenwohnorterhebung“ in den heimischen Geschäften Aufschlüsse über das Einkaufsverhalten der Kundschaft aus Meerbusch und Umgebung liefern.

Die Fragebögen sollen bis 17. November zurückgeschickt sein. Die anschließende Bearbeitung soll etwa vier Monate dauern.