Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/12/2006

Dubiose Verlage täuschen Kooperation mit der Stadt vor
 
 
 
Vorsicht vor schnellen Anzeigengeschäften:
Wieder “Trittbrettfahrer” aktiv

Meerbuscher Geschäftsleute, Gewerbetreibende und Unternehmen werden derzeit wieder einmal verstärkt von Agenturen und Verlagen behelligt, die den Eindruck erwecken, in Zusammenarbeit mit der Stadt Meerbusch Broschüren und Bürgerinformationen zu erstellen. In anderen Fällen wurden bereits fertige Anzeigen aus anderen Veröffentlichungen oder aus dem Internet kopiert und Handwerksbetrieben dreist als Korrekturabzug mit Rechnung zugeschickt. Eine Firma, die telefonisch akquiriert, gab fälschlicherweise vor, gemeinsam mit der Stadt und heimischen Unternehmen einen neuen Meerbuscher Internet-Auftritt zu gestalten.

“Leider gibt es etliche Trittbrettfahrer auf dem Markt, die über die Stadt als Türöffner Anzeigen verkaufen wollen”, bedauert Stadtpressesprecher Michael Gorgs. Grundsätzlich sei vor schnellen, anonymen Geschäften über Fax oder Telefon zu warnen. “Die Werber setzen darauf, dass Verträge im allgemeinen Geschäftstrubel voreilig unterschrieben und zurückgefaxt werden. Wenn später überhöhte Rechnungen ins Haus flattern, kommt das böse Erwachen.”

Im Rathaus sind soeben die neue Bürgerbroschüre “Zeit für Meerbusch” und der Senioren-Wegweiser “Gut leben, wo das Leben ist” fertig gestellt worden. Im Auftrag der Stadt arbeiteten der BVB-Verlag aus Nordhorn und der Weka-Verlag aus Mering. Beide Hefte werden in den nächsten Tagen druckfrisch veröffentlicht. “In beiden Fällen handelt es sich um seriöse Verlagshäuser, die wir schon über Jahre kennen”, so Michael Gorgs. Zudem bestücke die Firma Thaler Fahrzeugwerbung derzeit einen neuen Jugendfeuerwehr-Kleinbus, der sich mit Hilfe von Werbeaufdrucken finanziert. Der Mitarbeiter hat ein Empfehlungsschreiben des Bürgermeisters bei sich. “Weitere anzeigenfinanzierte Publikationen der Stadt stehen derzeit nicht an, somit sind auch keine Akquisiteure im Auftrag des Rathauses mehr unterwegs. Wer das jetzt noch der Kundschaft vorgaukelt, lügt.”

Gorgs empfiehlt Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden, sich im Zweifel sicherheitshalber in der Stadtpressestelle (916-482) oder im Sekretariat (916-413) zu erkundigen. Ratsam sei es außerdem, den Anrufern konkret “auf den Zahn zu fühlen”. “Meistens geraten unseriöse Vertreter dann ins Stottern oder legen sofort auf.”