Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 09/30/2005

Obstbauer Ferdi Thees startet pfiffige Aktion für Kindergarten
 
 
 
“Hmmh, lecker”: Auf dem Wochenmarkt
in Osterath beginnt der “Kinderapfelherbst”

“Hmmh, lecker!” Die kleine Nadine beißt herzhaft in den glänzenden grün-roten Apfel der Marke “Elstar”. Ferdi Thees schaut zu und lächelt in die Septembersonne. “Es ist schön zu sehen, wie die Kleinen sich freuen.” Genau so hatte sich der junge Obst- und Gemüsebaumeister aus Anrath-Clörath seinen “Kinderapfelherbst” vorgestellt. Partner der Aktion sind die kleinen Apfel-Fans aus dem Städtischen Kindergarten “Im Mühlenfeld” in Osterath. An vier Freitagen hintereinander wird Thees auf dem Osterather Wochenmarkt mit den Kindern Äpfel aus eigenem Anbau in Zwei-Kilo-Tüten packen und verkaufen. Preis: drei Euro. Der Clou: Der Verkaufserlös geht komplett an den Kindergarten. Los geht’s am kommenden Freitag, 30. September.

“Ich wollte etwas Nützliches machen und zugleich für meinen Berufsstand werben”, sagt Ferdi Thees, der vor einem halben Jahr den elterlichen Obst- und Gemüsehof übernommen hat und seitdem auch jede Woche mit einem großen Stand auf der Hochstraße vertreten ist. “Ich habe mich in Osterath umgehört und bin so auf den Kindergarten ‚Im Mühlenfeld‘ gestoßen.” Dort lief er mit seiner Idee offene Türen ein. Denn Gesundheit und gesunde Ernährung werden Im Mühlenfeld groß geschrieben. Die Einrichtung ist Mitglied im “Netzwerk gesunder Kindergärten im Rheinkreis Neuss”, es gibt ein “Gesundheitsteam” aus Erzieherinnen und Eltern, und auch ein eigenes Ernährungsprogramm liegt schon vor. In der gerade erschienenen Erstausgabe der “MüKiZ” (“Mühlenfeld-Kindergarten-Zeitung”) werden die Eltern ausführlich darüber informiert. Kein Wunder, dass Ferdi Thees mit Leiterin Petra Bachmann sofort “auf einer Wellenlänge” war.

Der “Kinderapfelherbst” soll nicht zuletzt auch aufklären und informieren. Die Botschaft: Leckere Nahrungsmittel werden auch beim Erzeuger “direkt vor der Haustür” angebaut und geerntet. “Äpfel müssen nicht unbedingt aus Neuseeland eingeflogen werden, und es muss nicht jeder Apfel gleich aussehen”, sagt Ferdi Thees. Eine gesunde heimische Landwirtschaft sei Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben. “Das muss man schon als Kind lernen.” Leider bestimme die lila Kuh aus dem TV-Werbspot noch immer das kindliche Vorstellungsvermögen: Die Milch komme für viele Kinder nach wie vor aus dem Tetra-Pack und das Obst aus dem Supermarkt. “So viel Entfremdung darf nicht sein.”

Das meinen auch die Eltern aus dem Mühlenfeld. Sie sind begeistert von der Aktion “Kinderapfelherbst” und wollen großzügig Äpfel einkaufen. Hier noch einmal alle vier Markt-Termine: Freitag, 30. September, Freitag, 7. Oktober, Freitag, 14. und Freitag, 21. Oktober ab etwa 14.30 Uhr.