Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/14/2005

Rathaus-Delegation zu Gast bei Wendt Schleiftechnik
 
 
 
Vorzeigeunternehmen mit klarem
Bekenntnis zum Standort Meerbusch

Mit einem Treffen bei Wendt Schleiftechnik in Strümp setzen Bürgermeister Dieter Spindler und Wirtschaftsförderer Klaus F. Malinka jetzt die lockere Reihe ihrer Besuche bei heimischen Unternehmen fort. “Wir erkundigen uns nach der geschäftlichen Situation, hören aber auch nach, ob die Hilfe der Stadt in praktischen Dingen wie bei Genehmigungsverfahren oder Bauvorhaben gebraucht wird”, so Spindler. Der persönliche Kontakt sei für ein gedeihliches Miteinander am Standort Meerbusch ungemein hilfreich.

Beim Zusammentreffen mit Wendt-Geschäftsführer Norbert Lamers und Verkaufsleiter Dr. Rolf Eckstein gab es für die kleine Delegation aus dem Rathaus in erster Linie positive Botschaften zu hören. Die grundlegende vorweg: Auf dem Gebiet der Schleiftechnik und Metallbearbeitung genießt Wendt nach wie vor einen international erstklassigen Ruf und ist gut im Geschäft.

Was weniger bekannt ist: Ihre weltweite Geltung generiert die Wendt-Gruppe nicht zuletzt aus weltweiter Präsenz. Im Mittelpunkt der Gruppe steht die Wendt GmbH. Sie ist wiederum Teil einer großen Familie von Firmen, deren Eigner seit Mai dieses Jahres das Kapitalunternehmen 3i mit Sitz in London ist. Neben den vier deutschen Standorten ist die Wendt-Gruppe mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern unter anderem in Belgien, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Russland und Italien vertreten. Hinzu kommen die außereuropäischen Partner in den USA, Südafrika und Indien. 230 Menschen arbeiten an der Fritz-Wendt-Straße in Strümp. Hier baute das 1920 gegründete Unternehmen 1961 seinen neuen Hauptsitz. Das Paradeprodukt “made in Meerbusch” sind elektronisch gesteuerte Maschinen mit hochkomplexen Robotersystemen, die zur Bearbeitung von Hartmetall, Keramik, Stahl, Glas, Beton oder Stein eingesetzt werden. An der Fritz-Wendt-Straße werden die rund eine halbe Million Euro teuren Hightech-Apparate aus einer Hand erdacht, gebaut und über den weltweiten Kundenservice auch nachhaltig betreut.

“Bei aller Orientierung am Weltmarkt legen wir Wert darauf, dass wir 90 Prozent unserer Steuern nach wie vor in Deutschland bezahlen”, betont Lamers. Und die Zahlungen sind nicht von Pappe. Derzeit erlebe das Unternehmen “einen nie da gewesenen Boom, auf den wir reagieren mussten”: 40 zusätzliche Mitarbeiter für die Fertigung hat Wendt allein in den letzten zwei Jahren am Standort Meerbusch eingestellt. Dazu leiste die Belegschaft erhebliche Mehrstunden, um die Nachfrage abarbeiten zu können. Über ein flexibles Arbeitszeitsystem werden die Überstundenkontingente ausgeglichen, wenn absatzschwache Phasen einsetzen. “Und die kommen garantiert.”

Für die gesicherte Zukunft am Standort Meerbusch hat der Geschäftsführer dennoch klare Argumente: “Hier steht uns qualifiziertes und motiviertes Personal zur Verfügung. Das Einzugsgebiet für neue Mitarbeiter ist groß, und die Verkehrsanbindung ist – nicht zuletzt durch die A44 und Nähe zum Flughafen – optimal.”