Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 09/22/2003

Baustelle Grünstraße: Tiefbauer haben Arbeit wieder aufgenommen
 
 
 
Auftrag erfüllen - Mägel beseitigen:
Stadt setzt Frist bis 17. Oktober

Die Stadt Meerbusch wird die Straßen- und Kanalbaumaßnahme auf der Grünstraße in Büderich nun mit Druck zum Ende bringen. Nach einem Ortstermin mit der Geschäftsführung der beauftragten Baufirma wurde dem Unternehmen – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – letztmals eine angemessene Frist gesetzt: Bis zum 17. Oktober sollen alle baulichen Mängel beseitigt, die Straße auf die ausgeschriebene Breite von sechs Metern verbreitert und der Gesamtauftrag erfüllt sein. Der Druck hat offenbar gewirkt: Heute (Montag) hat das niederländische Unternehmen die Arbeiten wieder aufgenommen, am Freitag war im Rathaus die Zusage eingegangen, alle Bedingungen der Stadt zu erfüllen. “Die Einsicht zeigt, dass wir die besseren juristischen Argumente haben”, so Wolfgang Trapp, Leiter des Fachbereichs Straßen und Kanäle. Das Unternehmen mit Sitz in Zeeland hatte letztes Jahr nach der laut Vergabeordnung vorgeschriebenen öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten.

Die Baustelle zwischen Düsseldorfer- und Oststraße hatte seit dem Anrücken der Bagger im November 2002 mehrfach Probleme bereitet. Die lange Frostperiode im Januar sorgte schon früh dafür, dass ein zügiger Bauablauf nicht realisiert wurde. Ein Hauptstreitpunkt stellte sich im Sommer heraus: die Fahrbahnbreite. Da die Grünstraße unter anderem von Linienbussen befahren wird, sollte die Fahrspur laut Planung und Bauvertrag sechs Meter breit werden. Der letztlich gebaute Abstand von Bordstein zu Bordstein aber weicht nach Messungen der städtischen Ingenieure bis zu 38 Zentimeter vom vorgegebenen Maß ab. Mängel weisen auch die Geh- und Radwege auf. Platten wurden entgegen dem Auftrag und trotz mehrfacher Hinweise der Bauleitung gebrochen und nicht maschinell geschnitten und sind jetzt entsprechend schadhaft. Die Steine wurden darüber hinaus in weiten Teilen nicht fachgerecht verlegt, Fugenbreiten sind zu groß, die Flächen uneben, Regenwasser läuft nicht ordnungsgemäß ab. Alle Mängel sollen nun endgültig verschwinden.

Im Rathaus und im Technischen Dezernat übt man sich nach den unliebsamen Erfahrungen der letzten Zeit allerdings noch in gedämpftem Optimismus, der Fortgang der Arbeiten wird “mit Argusaugen” beobachtet. Jetzt müssen die nächsten vier Wochen Klarheit bringen, ob das Projekt endlich zu einem guten Abschluss geführt werden kann.