Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 03/22/2005

Informationsbedarf rund ums Thema Hundehaltung ist groß
 
 
 
Viele Halter meldeten ihren Vierbeiner
nachträglich an: Anleinpflicht ein Reizthema

Auf außergewöhnlich große Resonanz sind die jüngsten Veröffentlichungen der Stadtverwaltung zum Thema Hundeanmeldung, Steuerpflicht und Leinenzwang gestoßen. Innerhalb von zwei Wochen meldeten 15 Herrchen und Frauchen beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung ihre Vierbeiner nach, die gemäß Landeshundegesetz aus dem Jahr 2002 aufgrund ihrer Rasse und/oder Größe zu registrieren sind. Über 50 Anrufer erkundigten sich darüber hinaus nach den einschlägigen Vorschriften oder reichten Beschwerden über Belästigungen durch frei laufende Hunde ein.

975 “große” oder als gefährlich kategorisierte Hunde sind inzwischen ingesamt in Meerbusch gemeldet. Als “groß” gelten laut Gesetz Hunde mit mehr als 40 Zentimetern Risthöhe und über 20 Kilogramm Gewicht. Zu den gefährlichen Hunden zählt der Gesetzgeber die Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire - und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Rund 2.600 “normale” Hunde sind zudem im Steuerregister der Stadtkämmerei erfasst.

“Das Thema Hunde ist in Meerbusch grundsätzlich immer aktuell – in dieser oder jener Ausprägung”, sagt Heiko Bechert Leiter der städtischen Ordnungsbehörde. “Darüber hinaus stellen wir immer wieder fest, dass der Informationsbedarf groß ist.” Viele Fragen drehten sich um die Anleinpflicht. Die Regelung in der sogenannten “Ordnungsbehördlichen Verordnung” der Stadt ist allerdings eindeutig. Darin heißt es: “Hunde sind grundsätzlich an der Leine zu führen”, “Auf Kinderspielplätzen ist das Mitführen von Hunden verboten” und “Nur auf Wald- und Wirtschaftswegen sowie auf den Rheinuferwiesen zwischen Strom und Rheindeich ist es erlaubt, den Hund frei laufen lassen.” Klarstellungsbedarf gibt es aber offenbar dennoch. Denn selbst in der Feldflur dürfen die Tiere nicht wild über die Äcker jagen, und auch im Wald hat der Hund auf dem Weg zu bleiben. Andernfalls werden allzu oft Wildtiere gestört, aufgescheucht und in Extremfällen gar zu Tode gehetzt. “Beispiele dafür werden uns leider immer wieder gemeldet”, so Bechert. Dazu hätten weder Hund noch Herrchen oder Frauchen ein Betretungsrecht für private Grundstücke. Dazu gehören auch Äcker mit frischer Saat oder Feldfrüchten. Freie Bahn auch außerhalb von Wegen haben Hunde nach wie vor am Uferstreifen des Rheins.

Informationen zu den gesetzlichen Vorschriften und Tipps zum richtigen Umgang mit Hunden gibt es im Fachbereich Bürgerbüro, Sicherheit und Umwelt unter der Rufnummer 916-192. Auf der Homepage der Stadt im Internet ist unter unter “A–Z”, Stichwort “Hundehaltung”, alles noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Hier können auch die für die Anmeldung nötigen Formulare heruntergeladen werden.