Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 04/14/2003

Nach dem Aus für Olympia an Rhein und Ruhr: Blick nach vorn
 
 
 
Sportbegeisterung erhalten und Erfahrungen für die Region nutzen

Bürgermeister Dieter Spindler hat die Öffentlichkeit ermuntert, sich durch die nationale Entscheidung für den Olympia-Austragungsort Leipzig und gegen Düsseldorf Rhein-Ruhr nicht entmutigen zu lassen. Jetzt gelte es, den zündenden Funken, den Düsseldorfs Olympia-Bewerbung entfacht hat, nicht ungenutzt verglimmen zu lassen. Nach der anfänglichen Skepsis - auch bezüglich des Standortes für das Olympische Dorf - habe sich die öffentliche Stimmungslage in der Bewerbungsphase deutlich pro Olympia gewandelt. Besonders bei jungen Leuten sei Olympia rundum auf Zustimmung gestoßen. "Ich hoffe, dass die Sportbegeisterung der Jugend trotz der Niederlage anhält", erklärte Spindler am Wochenende in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung.

Darüber hinaus habe die gemeinsame Bewerbung durch den Olympia-Zweckverband vernünftige Ansätze zu einer fruchtbaren regionalen Zusammenarbeit gezeigt. Auf dieser vielversprechenden Ebene gelte es, neue gemeinsame Ideen zu entwickeln, die alle weiterbringen. Der für das Olympische Dorf vorgesehene Meerbuscher Grund und Boden wird nun - wie im Gebietsentwicklungsplan vorgesehen - Freiraum bleiben. "Die Planung wird zu den Akten gelegt, Kleingärten und Landwirtschaft bleiben erhalten", so der Bürgermeister. Um für den Meerbuscher Sport dennoch Impulse zu geben, wolle die Stadt gemeinsam mit der Politik ihr Sportflächenkonzept fortsetzen. In Osterath sei dies mit dem Verzicht auf den alten Sportplatz Schiefelberg und dem Ausbau der Anlage Am Krähenacker bereits gelungen. In Büderich sei nach wie vor geplant, den Eisenbrand zu einem modernen Sportzentrum auszubauen, das einem breiten Sportangebot Genüge tut. Dann sei - auch ohne Olympia - zu prüfen, ob die Anlage für weitere Großveranstaltungen geeignet ist.

Spindler selbst war von der Entscheidung des NOK für Leipzig überrascht worden. Er hatte Hamburg als Hauptkonkurrenten der Rhein-Ruhr-Region eingestuft und fest an eine Chance Düsseldorfs geglaubt. Sein Fazit: "Leipzig hatte eine sehr emotionale Präsentation, der man sich nicht entziehen konnte."