Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/11/2004

Hundert Tonkegel im Rathaus-Garten: Großer Andrang zur Übergabe
 
 
 

Es gibt keine erste und
keine dritte Welt:
Bewahrung der Schöpfung
ist Aufgabe aller

“In den Händen der Jugend liegt die Zukunft dieser Welt. Deshalb ist es immens wichtig, dass sich gerade junge Menschen mit der Bewahrung der Schöpfung und dem Schutz von Umwelt und Natur auseinandersetzen – inhaltlich, praktisch und auch künstlerisch”, so Bürgermeister Dieter Spindler.

Die Schülerinnen und Schüler des Kunstleistungskurses 13 der Maria-Montessori-Gesamtschule haben genau dies getan – ein Schulhalbjahr lang, intensiv und mit großem Erfolg. Am Samstag wurde vor rund 90 Gästen Gästen die aus hundert tönernen Kegel zusammengestellte Skulptur “Am Rande des Weges” der Öffentlichkeit übergeben. Dazu gab’s afrikanische Musik von Jules Sanwedi und Band (Foto rechts). Bis Februar wird die Schülerarbeit im Garten hinter dem Rathaus an der Dorfstraße zu sehen sein. “Am Rande des Weges” ist eines von acht sogenannten “crossroads”-Projekten, die von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (SUE) gefördert werden. Dazu gehören insgesamt acht über ganz Nordrhein-Westfalen verteilte Kunstwerke, die gemeinsam den “Zukunftspfad NRW” bilden.

Elisabeth Marie Mars, Fachpromotorin des Landes NRW für zukunftsfähiges Lernen, und Eberhard Neugebohrn von der Landesstiftung Umwelt und Entwicklung würdigten die Arbeit der Gesamtschüler als vorbildlich. “Eine Unterteilung der Welt in zivilisierte Staaten und Entwicklungsländer ist nicht mehr realistisch”, so Neugebohrn. Die Industrienationen des Westens seien in ihrer konsumptiven und Ressourcen aufzehrenden Ausrichtung auf Dauer ebenso wenig überlebensfähig wie Not leidende Völker Afrikas. Deshalb sei eine globale Neuorientierung unumgänglich. Dazu passe der Grundgedanke der “Crossroads”-Projekte. “Crossroads sind Kreuzungspunkte, an denen wir umdenken und uns bewusst für einen neuen Weg entscheiden müssen”, erklärte Elisbeth Marie Mars. Dabei sei es unerlässlich, den Blick auch für die kleinen, vermeintlich unbedeutenden Dinge am Wegesrand zu schärfen. Denn der Schutz von Umwelt und Natur, die Bewahrung der Staaten übergreifenden Schöpfung, beginne im Kleinen und müsse global weiter entwickelt werden.

Im Vorraum des Bürgerbüros am Dr.-Franz-Schütz-Platz haben die Schüler Arbeiten ausgestellt, die im Laufe des Projektes entstanden sind. Dazu gibt es viele nützliche Hintergrundinformationen und eine Fotodokumentation zu der Gemeinschaftsarbeit. Gelbe Pfeile markieren von dort den Weg zum Rathaus-Garten. Professionell im Tonstudio produziert hat die Gruppe zudem eine CD mit selbst gesungenen Raps zum Thema. Der Titel: “Hey du, hör zu ...”.

Die CD gibt’s zum Preis von zehn Euro übers Sekretariat der Gesamtschule.
Telefon-Kontakt: 02132 / 99 64-0.