Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/28/2007

Zehn Azubis beginnen ihren Dienst bei der Stadtverwaltung
 
 
 
Ob „Büromensch“ oder Erzieherin:
Der Nachwuchs geht mit Eifer ans Werk

Laura Mieden, Tanja Peters, Anna Klein, Marco Flachs, Thorsten Voß, Lisa Waldorf und Anna von der Weyden sind „happy“. Am 1. August haben die Azubis ihre Berufsausbildung in Diensten der Stadt Meerbusch begonnen. Zum 1. September kommen Björn Kerkmann, Philipp Effertz und Julia Hauter hinzu. Für jeden der zehn ist der Job ein Glückstreffer: Rund 70 Bewerbungen flattern durchschnittlich pro Ausbildungsplatz auf den Tisch von Wolfram Olbertz, Abteilungsleiter für Personalwesen im Service Zentrale Dienste. Ganz gleich ob Verwaltungsfachangestellter, Inspektorenanwärter, Gärtner oder Erzieherin – die Lehrstellen bei der Stadt sind begehrt.

21 Auszubildende erlernen derzeit ihren Beruf in Diensten der Kommune. Die Erzieherinnen im sogenannten Anerkennungsjahr stellen unter den Azubis gewöhnlich die größte Gruppe. Hinzu kommen jährlich rund 25 Praktikanten und Rechtsreferendare, die für einen begrenzten Zeitraum von zwei Wochen bis drei Monaten die Abteilungen durchlaufen.

„In Sachen Ausbildung muss die Kommune vorbildlich sein“, sagt Wolfram Olbertz. Dabei verfahre man im Rathaus grundsätzlich nach der Maßgabe, leistungsstarke Nachwuchsleute nach der Lehre auch zu übernehmen. Das gilt vor allem für die Beamtenanwärter und die übrigen rein verwaltungstechnischen Ausbildungswege, die zwangsläufig in eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst münden.



Die Anforderungen für die Beamtenanwärter und Verwaltungsfachangestellten sind durchaus hoch. In drei Jahren durchlaufen die jungen Leute neben der schulischen Ausbildung sechs Verwaltungsbereiche, erhalten das Rüstzeug in allgemeinem Verwaltungsrecht, Finanzwesen oder auch Kommunalverfassungsrecht. Herausforderungen, die offenbar bei weitem nicht jedem Bewerber recht bewusst sind. „Die Bewerbungen sind von recht unterschiedlicher Qualität“, weiß Wolfram Olbertz aus Erfahrung.

Trend sei aber auch, dass sich zunehmend junge Leute mit Abitur auch auf Jobs mit geringeren Abschlussanforderungen bewerben. Nicht wenige haben obendrein zuvor schon eine andere Ausbildung absolviert und ein entsprechendes Alter erreicht. Björn Kerkmann, der zum 1. September seine Ausbildung für den gehobenen Beamtendienst beginnt, hat nach dem Abi am Mataré-Gymnasium zuerst seinen Zivildienst abgeleistet. „Auf die Stellenanzeige der Stadt in der Zeitung habe ich mich dann ganz spontan beworben“, sagt der 21-Jährige Büdericher. Eine Verwaltungsausbildung sei abwechslungsreich, die Absolventen vielseitig einsetzbar – das sei von Vorteil. Anders hat es Philipp Effertz gemacht. Im vergangenen Jahr begann er zunächst eine Lehre zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Meerbusch, jetzt klettert er eine Stufe höher in den Ausbildungsgang für den gehobenen Beamtendienst. Einen Wunsch für seine Wirkungsstätte danach hat er auch schon: „Standesamt wäre schön.“ Bis dahin heißt es aber noch tüchtig lernen - in drei Jahren weiß er mehr.