Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/08/2006

Planfeststellung für die Bahnunterführung Osterath ist da
 
 
 
Entscheidende Hürde genommen: Freie
Fahrt unter den Gleisen wird realistischer

“Das ist ein Erfolg für Osterath und ein entscheidener Schritt nach vorn für das gesamte Projekt”, so Bürgermeister Dieter Spindler. Anlass der Freude: Nach Jahren der Planung, der Diskussion und des Abwägens ist der Bau der Bahnunterführung Osterath erneut näher gerückt. Das im September 2004 begonnene Planfeststellungsverfahren für das Großprojekt ist abgeschlossen, das Vorhaben gilt damit als abgestimmt und planungsrechtlich zulässig. Der entsprechende Bescheid der Bezirksregierung ging jetzt im Rathaus ein. “Der Planfeststellungsbeschluss ersetzt alle nach den Rechtvorschriften notwendigen Entscheidungen, öffentlich-rechtlichen Genehmigungen und Zustimmungen”, heißt es im Text. Damit ist eine lange Reihe behördlicher und planungsrechtlicher Hürden genommen.

“Der Meerbuscher Wunsch nach einer Unterführung ist schon Jahrzehnte alt, die Reihe der gefüllten Akten ist lang. Ich bin froh, dass die Sache nun immer konkreter wird”, so Bürgermeister Spindler. Die Interessen von Bund, Land, Bahn AG und Stadt zu vereinbaren sei kein leichtes Unterfangen gewesen, aber die Meerbuscher Beharrlichkeit habe sich gelohnt. Jetzt sei es an der Zeit, die unliebsamen Wartezeiten an geschlossenen Bahnschranken endgültig zu beenden und das durch die Bahnlinie zerschnittene Osterath endlich wieder zusammenwachsen zu lassen.

Die geplante Unterführung, die die Meerbuscher Straße (L476) und die Strümper Straße (L154) in einem unterirdischen Kreisverkehr zusammenführen wird, soll einen wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Standort- und Lebensqualität in ganz Osterath leisten. Im Zuge der Arbeiten sollen bekanntlich auch der Osterather Bahnhof und das Umfeld neu gestaltet werden. Auf dem Grundstück neben dem Bahnhof soll parallel ein neuer Vorplatz mit Bushaltestellen, Taxistand und “Kiss-and-Ride”-Plätzen entstehen. Vom Vorplatz aus – so die Planung - werden Treppen und Rampen Fußgänger und Radfahrer auf die andere Gleisseite führen. Dadurch wiederum erhoffen sich die Planer wesentlich mehr Attraktivität für den öffentlichen Personennahverkehr.

Der Planfeststellungsbeschluss wird nun vorschriftsgemäß mit einer Ausfertigung des Planes vom 20. Novemvber bis 4. Dezember Technischen Dezernat der Stadt an der Wittenberger Straße 21 in Lank-Latum (Erdgeschoss, Flur 2, Raum 138) öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen können während der Dienstzeiten montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags auch von 14 bis 16 Uhr eingesehen werden. Alle Informationen und anschauliche Modellfotos finden Sie hier.

Wie alles weitergeht, hängt nun davon ab, wie zügig Bund und Land die finanziellen Mittel für das Großprojekt bereitstellen.