Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/19/2006

Reinigungskosten für die Straßen schießen im Herbst in die Höhe
 
 
 
Die “Ex-und-Hopp-Methode” schadet allen:
Laub nicht einfach in den Rinnstein fegen

Der Herbst ist da, die ersten bunten Blätter fallen - “Indian Summer” am Niederrhein. Für die Straßenkolonnen der Stadtverwaltung bedeutet die Jahreszeit vor allem eines: eine Menge Mehrarbeit. In Straßen mit hohem Baumbestand reicht die übliche wöchentliche oder 14-tägliche Reinigung jetzt häufig nicht mehr aus. Etliche Sondertouren sind notwendig, damit es auf der Fahrbahn nicht zu Unfällen kommt.

“Die Anzahl dieser Sondereinsätze wird jedes Jahr höher”, hat Wolfgang Trapp, Leiter des Fachbereichs Straßen und Kanäle, festgestellt. Den Grund dafür hat der Lanker ebenfalls schon ausgemacht: “Immer häufiger fegen die Leute das Laub, das sie auf ihren Grundstücken und auf den Gehwegen zusammentragen haben, kurzerhand zu Haufen an den Fahrbahnrand.” So bleibe die Blätterfracht für die städtischen Kehrmaschinen und Laubsauger liegen und müsse aufwändig entsorgt werden. Folge: Die Straßenreinigungskosten steigen. Und sie fallen auch denen zur Last, die richtig entsorgen oder gar nicht an einer Straße mit Bäumen wohnen. Ein weiterer unerfreulicher Nebeneffekt: Laubhaufen im Rinnstein hemmen den Wasserabfluss und verstopfen die Straßensenken.

Die Männer des von der Stadt beauftragten Vertragsunternehmens Schönmackers und des Stadtbauhofes machen in ihrem Arbeitsalltag ärgerliche Erfahrungen: Bisweilen werde das Laub von Anliegern sogar schubkarrenweise auf die Straße gekippt oder vom Gehweg direkt auf die Fahrbahn oder in städtische Beete gekehrt. Devise: “Nicht mehr mein Problem.”

“Wer denkt, dass so etwas zulässig ist, irrt sich”, warnt Wolfgang Trapp. Alles Laub, das dort anfällt, wo der Straßenanlieger zur Reinigung verpflichtet ist - das heißt in der Regel auf den Gehwegen und natürlich auf den Privatgrundstücken selbst -, muss auch vom Anlieger entsorgt werden. Ob es sich um Laub von städtischen oder privaten Bäumen handelt, spiele dabei keine Rolle. “Die Blätter müssen entweder kompostiert, über die Biotonne entsorgt oder in Säcke gefüllt und zum Bauhof an der Moerser Straße gebracht werden.” Die andere Möglichkeit: zur Deponie oder Kompostierungsanlage fahren. Auch bei der regelmäßigen kostenlosen Grünbündelsammlung der Stadt kann Laub in Säcken vor die Tür gestellt werden. Die genauen Termine und Adressen stehen im Umweltkalender der Stadt und im Internet unter www.meerbusch.de.

Wolfgang Trapp appelliert dabei an Solidarität und Vernunft der Betroffenen: “Wenn alle mithelfen, können wir die Kosten senken.”