Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 01/31/2003

Sicherheitsmaßnahmen rund um Bombenfund zahlten sich aus
 
 
 
Aufatmen bei allen Beteiligten:
Bombe erfolgreich entschärft

Die am Mittwoch auf einem Acker bei Bovert gefundene 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Der Sprengkörper war bei Bodenuntersuchungen in Zusammenhang mit dem sechsspurigen Ausbau der Autobahn 57 entdeckt worden.

Um exakt 12.30 Uhr meldete Peter van Eck vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung den erfolgreichen Abschluss seiner lebensgefährlichen Operation. Für Probleme hatte lediglich der durch den Aufschlag verbogene Heckzünder der Bombe gesorgt. Der Sprengkörper der britischen Luftwaffe – so die ersten Erkenntnisse – war vermutlich auf eine bei Bovert stationierte Flakbatterie abgeworfen worden.

Wenige Minuten nach der Entschärfung konnte auch die Sperrung der Autobahn 57 zwischen den Kreuzen Kaarst und Meerbusch aufgehoben und die Bahnlinie Köln-Krefeld wieder in Betrieb genommen werden. Zuvor hatte die Aktion erwartungsgemäß für Staus gesorgt. Auf der A57 staute sich der Verkehr aus Richtung Krefeld und aus Richtung Köln auf rund drei Kilometern Länge, fünf Kilometer Stau meldete die Autobahnpolizei von der A44.

Reibungslos geklappt hatten auch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die die Ordnungsbehörde der Stadt gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst unmittelbar nach dem Fund der Bombe eingeleitet hatte. Die Kommunikation lief über den Feuerwehr-Einsatzleitwagen des Kreises Neuss, besetzt mit zwei Funkern des Löschzuges Lank-Latum.

Evakuierungen waren bedingt durch die Lage der Bombe im freien Feld nicht erforderlich. Während sich Schutz- und Autobahnpolizei um die Sperrung der betroffenen Straßen kümmerten, hielten die Männer des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung Spaziergänger und Jogger von den die umliegenden Wirtschaftswegen fern. Einsatzkräfte der Feuerwehr und eine Notarztwagen-besatzung blieben auf der Feuer- und Rettungswache Osterath in Bereitschaft, mussten aber nicht eingreifen.