Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/18/2004

Gebührenkalkulation für 2005 wird jetzt der Politik vorgelegt
 
 
 
Konsequentes Abfalltrennen zahlte sich aus -
Plus nur bei Abwasser und Straßenreinigung

Die Abfallgebühren in Meerbusch werden 2005 aller Voraussicht nach konstant auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres bleiben. Das ist ein Ergebnis der Gebührenkalkulation für das kommende Jahr, die die Stadtverwaltung am 1. Dezember dem Ausschuss für Straßen, Kanäle, Grün und Umwelt vorlegen wird. Abschließend wird dann wie immer der Stadtrat entscheiden. Nach den aktuellen Berechnungen muss ein Musterhaushalt mit zwei Kindern und einer 120-Liter-Tonne 2005 wie gehabt 166 Euro für die Entsorgung aufbringen. Hintergrund: Das Abfallaufkommen im Stadtgebiet ist insgesamt gesunken, zudem haben die Verbraucher ihre Abfälle konsequent getrennt. Dadurch können Mehrkosten für Einsammlung und Entsorgung aufgefangen werden. Hatte jeder Meerbuscher im Jahr 2000 noch 550,2 Kilogramm Müll produziert, so waren es 2003 nur noch 518,5 Kilo. Auch das Restmüllaufkommen – ohne Plastik- und Verpackungsmüll, Altglas und Altpapier – ging von 233 Kilo pro Einwohner im Jahr 2000 auf 208,5 Kilo in 2003 zurück. Damit liegt Meerbusch deutlich unter dem Kreisdurchschnitt.

Mehr ausgeben müssen die Meerbuscher im neuen Jahr für die Abwasserentsorgung und die Straßenreinigung. “Die Steigerungen bleiben aber im Rahmen”, so der Technische Beigeordnete Michael Nowack. Vorgesehen ist, die Abwassergebühr um 0,03 Euro pro Kubikmeter anzuheben, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,04 Prozent bedeutet. Somit kämen auf einen Musterhaushalt mit einer durchschnittlichen Abwassermenge von 200 Kubikmetern im Jahr etwa sechs Euro Mehrkosten zu. “Die Erhöhung haben wir moderat halten können, weil uns noch Mittel aus der Sonderrücklage zur Verfügung standen”, so Christian Volmerich vom Fachbereich Straßen und Kanäle. Wegen dringend notwendiger Investitionen im Kanalbau 2005 und steigender Betriebskosten in der Kläranlage Düsseldorf-Nord hätte die Erhöhung normalerweise deutlicher ausfallen müssen. Mit einer Abwassergebühr von jetzt 2,92 pro Kubikmeter liegt Meerbusch allerdings immer noch deutlich unter dem Durchschnitt der Kommunen im Rheinkreis Neuss (3,18 Euro).

Die Straßenreinigungsgebühren steigen 2005 – vorausgesetzt der Stadtrat stimmt zu – in Anliegerstraßen um 17 Cent auf 1,31 Euro pro Meter Grundstücksfront. An innerörtlichen Straßen waren bisher 3,15 Euro pro Meter zu zahlen, ab 2005 sind es 3,65 Euro. An überörtlichen Straßen sind 48 Cent mehr fällig als im Vorjahr. Anlieger in Fußgängerzonen kommen 2005 hingegen 98 Cent günstiger weg. Auch hier verdeutlicht das Beispiel eines Musterhaushaltes an einer Anliegerstraße mit 15 Meter Straßenfront die Relationen: Hier stehen insgesamt 2,55 Euro mehr auf der Rechnung als 2004, damit die Straße ein Jahr lang sauber bleibt.

“Gebührensprünge von einem Jahr zum anderen sind nicht schön, aber unvermeidbar”, erklärt Volmerich. Sogenannte “Über- oder Unterdeckungen” – zum Beispiel, wenn Entsorgungskosten oder Abwassermengen höher oder geringer ausfallen als kalkuliert - würden stets zeitnah an den Gebührenzahler weitergegeben. So sei es unter anderem durch ein positives Rechnungsergebnis 2003 möglich geworden, einen stärkeren Anstieg der Abwassergebühren fürs kommende Jahr abzuwenden.