Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 01/21/2004

Vorschläge werden jetzt gesammelt – Stadtrat entscheidet Ende März
 
 
 
“Unparteilich und reif im Urteil”:
Schöffen und Jugendschöffen gesucht

Die Stadt Meerbusch stellt zur Zeit wieder Vorschlagslisten für 68 Schöffen und 26 Jugendschöffen auf. Gesucht werden Männer und Frauen für die Wahlperiode 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2008. Wer in die Schöffenliste aufgenommen wird, entscheidet der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung.

Laut Gesetz sind nur Personen auszuwählen, die “bereit und geeignet” sind, das Ehrenamt eines Richters in Strafsachen zu übernehmen. Das Amt verlangt “Unparteilichkeit, Selbständigkeit und Reife des Urteils”, “geistige Beweglichkeit”, aber auch “körperliche Eignung”. Immerhin kann der Sitzungsdienst bisweilen lang und anstrengend werden. In der Regel wird jeder ausgeloste Schöffe zu zwölf Sitzungstagen pro Geschäftsjahr herangezogen..

Die Schöffen der Jugendgerichte werden auf Vorschlag des Jugendhilfeausschusses ebenfalls für vier Jahre gewählt. Auch hier macht das Gesetz Eignungsvorgaben für die Bewerber. Sie sollen “erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren” sein, heißt es. Diese Befähigung können die Kandidaten durchaus auch bei der Erziehung eigener Kinder oder bei ehrenamtlicher Arbeit in der Jugendfürsorge, in der freien Wohlfahrtspflege oder bei Jugendverbänden erworben haben. Ein kurzer Hinweis darauf in der Bewerbung genügt.

Melden können sich grundsätzlich alle interessierten Männer und Frauen aus Meerbusch, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und am 1. Januar 2005 mindestens 25 und höchsten 69 Jahre alt sind. Wer Schöffe werden möchte, muss außerdem mindestens seit 30. Juni 2002 in Meerbusch wohnen.

Bewerbungsunterlagen für das Schöffenamt können bei Susanne Becker (Telefon 02132 / 916-420) im Servicebereich Recht der Stadtverwaltung angefordert werden. Wer sich für das Amt des Jugendschöffen interessiert, kann sich an Angela Römmler (02159 / 916-472) im Fachbereich Soziale Hilfe und Jugend wenden.

Bewerbungen und Vorschläge können bis 1. März 2004 eingereicht werden.