Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 09/03/2004

Planfeststellung für Bahnunterführung Osterath beginnt
 
 
 
Meerbuscher Beharrlichkeit hat sich gelohnt:
Pläne mit Modell liegen ab 15. September aus

“Das ist ein Erfolg für Osterath und ein entscheidener Schritt nach vorn für das gesamte Projekt”, so Bürgermeister Dieter Spindler. Der Anlass der Freude: Das Planfeststellungsverfahren für den Bau der Bahnunterführung Osterath beginnt. Mit dem entsprechenden Antrag des Landesbetriebs Straßenbau an die Bezirksregierung in Düsseldorf tritt das Projekt jetzt in eine entscheidende Phase ein. Vom 15. September bis zum 18. Oktober werden alle Pläne im Technischen Dezernat an der Wittenberger Straße 21 in Lank-Latum öffentlich ausgelegt. Montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr hat jedermann die Möglichkeit, die Unterlagen einzusehen und anschließend eine Stellungnahme abzugeben. Um der Vorstellungskraft auf die Sprünge zu helfen, steht außerdem ein Modell der gesamten Anlage zur Verfügung. Die vollständige Bekanntmachung wird auch im Internet unter www.meerbusch.de zu sehen sein.

“Der Meerbuscher Wunsch nach einer Unterführung ist schon Jahrzehnte alt, die Reihe der gefüllten Akten ist lang. Ich bin froh, dass nach der langen Verhandlungszeit nun endlich Taten folgen”, so Bürgermeister Spindler. Die Interessen von Bund, Land, Bahn AG und Stadt zu vereinbaren sei kein leichtes Unterfangen gewesen, aber die Meerbuscher Beharrlichkeit habe sich gelohnt. Jetzt sei es an der Zeit, die unliebsamen Wartezeiten an geschlossenen Bahnschranken endgültig zu beenden und das durch die Bahnlinie zerschnittene Osterath endlich wieder zusammenwachsen zu lassen.

Bereits im Oktober 2003 hatte der Planungsausschuss des Meerbuscher Rates der Planung grundsätzlich zugestimmt. In Rat und Verwaltung genießt das Projekt Bahnunterführung nach wie vor hohe Priorität. “Das Vorhaben wird ein wesentlicher Beitrag für die Verbesserung der Standort- und Lebensqualität in ganz Osterath sein”, erklärt Lothar Gineberg, Leiter der Projektgruppe Stadtentwicklung im Technischen Dezernat. Im Zuge der Arbeiten sollen bekanntlich auch der Osterather Bahnhof und das Umfeld neu gestaltet werden. Auf dem Grundstück neben dem Bahnhof soll parallel ein neuer Vorplatz mit Bushaltestellen, Taxistand und “Kiss-and-Ride”-Plätzen entstehen. Vom Vorplatz aus – so die Planung - werden Treppen und Rampen Fußgänger und Radfahrer auf die andere Gleisseite führen. “Dadurch erhoffen wir uns wesentlich mehr Attraktivität für den öffentlichen Personennahverkehr”, so Gineberg.

Wie alles weitergeht, hängt dann auch von der Dringlichkeitsstufe ab, mit der das Projekt in der Bundes- und Landesplanung weiter geführt wird. “Die fälligen Entscheidungen liegen nicht bei der Stadt, dennoch werden wir weiter konsequent das Unsrige tun, um den Prozess voranzutreiben”, kündigte Bürgermeister Spindler an.