Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/02/2006

Deckenarbeiten verwandeln Hallenbad in Großbaustelle
 
 
 
An Badespaß vorerst nicht zu denken:
Termin der Wiedereröffnung noch ungewiss

Die Becken liegen staubtrocken, Gerüste wachsen vom Beckenboden rund zwölf Meter bis zur Decke, Stahlträger, Schellen und Haken liegen umher – kein Zweifel: An Badespaß ist im Hallenbad an der Friedenstraße vorerst nicht zu denken, die Schwimmhalle gleicht einer Großbaustelle.

Als in den Herbstferien im Rahmen von Wartungsarbeiten die Deckenbeleuchtung des Bades erneuert werden sollte, waren die Techniker auf Korrosionsschäden an der Aufhängung der Zwischendecke gestoßen. Um jegliche Gefahr für die Badbesucher auszuschließen, entschloss man sich im Rathaus zu einer Komplettsanierung der Decke. Nach der detaillierten Erfassung des Schadens und einem Dringlichkeitsbeschluss der Politik wurden die Aufträge ausgeschrieben und die Gewerke vergeben.

Die Arbeiten sind aufwändig und gleichen einer Materialschlacht. Bis Ende der Woche soll die komplette Gerüstkonstruktion aufgestellt sein, die vom Beckengrund bis zur Hallendecke reichen muss. Von der Arbeitsplattform in rund zwölf Metern Höhe aus wird dann zunächst die alte Deckenkonstruktion abgebaut. “Drei Tage sind dafür vorgesehen”, so Josef Frenken, verantwortlicher Bauleiter im Service Immobilien der Stadtverwaltung. Anschließend sind Elektriker und Maler am Zug: Alle alten Leitungen müssen herausgerissen und neu verlegt, künftig frei liegende Betonträger der Hauptdecke angestrichen werden. “Dann erst rücken die Trockenbauer an, die passgerecht die Weitspannträger und die neue Zwischendecke einbauen”, so Frenken. Für die Montage seien drei Wochen Zeit vorgesehen. Die Lieferzeit für das umfangreiche Aluminiummaterial betrage rund drei Wochen, auch hier seien Unwägbarkeiten möglich. Nach Abschluss aller Arbeiten steht dann noch eine umfanreiche Grundreinigung an, dazu muss neues Wasser eingelassen, aufbereitet und aufgewärmt werden.

Während dessen läuft im Kabinenbereich des Bades die Sanierung der Duschen weiter. Glasbausteine werden erneuert, Wände farbenfroh gefliest, neue Armaturen eingesetzt.

“Unsere Fachleute der Hochbauverwaltung hoffen, dass das Bad noch vor Weihnachten wieder öffnen kann”, sagt Stadtpressesprecher Michael Gorgs. “Alle tun ihr Bestes, eine genaue Prognose kann derzeit aber niemand geben.” Immerhin dürfen sich die Besucher dann auf ein hell erleuchtetes Bad mit moderner Decke und sanierten Duschen freuen.