Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/29/2003

Rodung im Strümper Bruch: Erlen, Eschen und Weiden als Ersatz
 
 
 
Traurig, aber unausweichlich: Brüchige
Pappeln müssen der Motorsäge weichen

Alte Pappeln bescheren den Stadtgärtnern des Fachbereichs Grünflächen “traditionsgemäß” reichlich Arbeit – und zumeist muss dabei die Motorsäge ran. Denn die großen Teils in den Kriegs- und Nachkriegsjahren zur schnellen Holzbeschaffung gepflanzten Bäume sind vielfach nicht mehr standsicher, leiden unter Stammfäule oder sind brüchig im Geäst. Zumeist handelt es sich dabei nicht um die robustere niederrheinische Schwarzpappel, sondern um sogenannte Hybridpappeln, die recht schnell wachsen, aber nur eine begrenzte Lebenserwartung haben.

So wird sich in den nächsten Tagen und Wochen auch das Gesicht des Strümper Bruchs massiv verändern. Rund 270 Pappeln müssen hier gefällt werden. “Ein solcher Eingriff macht uns keine Freude, muss aber sein”, bedauert Fachbereichsleiter Rolf Schmidt. Bereits vor einigen Jahren musste eine größere Anzahl der direkt am Wanderweg stehenden, rund 50 Jahre alten Bäume aus Sicherheitsgründen weichen. Herabstürzende Äste gefährdeten die Spaziergänger. Zudem sind die meisten Pappeln – wie die Fachleute sagen – “windwurfgefährdet”. Der in diesem Bereich meist nasse Boden gibt den mächtigen Bäumen nicht den nötigen Halt, mehrere sind bereits umgestürzt.

“Durch die lang anhaltende Trockenheit bietet sich jetzt die Gelegenheit zu fällen”, erklärt Schmidt. In den kommenden Wochen wird der Wanderweg aus diesem Grund gesperrt. Die Am Strümper Berg wachsenden Erlen sowie das Strauchwerk sollen erhalten bleiben. Natürlich soll das Areal schnellstmöglich wieder einen intakten und naturnahen Bewuchs bekommen. In der nächsten sogenannten “Vegetationsruheperiode” werden die entstandenen Lücken mit für den niederrhein typischen Erlen, Eschen und Weiden gefüllt. Auch in Meerbusch-Bösinghoven müssen aus gleichen Gründen in der Nähe der Straße Am Weilerhof einige Pappeln gefällt werden. Die Trockenheit dieses Sommers lässt nach Jahren des Wartens einen Einriff zu. Baumarten, die starke Nässe vertragen, werden die Pappeln ersetzen.