Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/23/2006

Neues Führungstrio der Feuerwehr zu Gast beim Bürgermeister
 
 
 
“Alte Hasen” vor neuen Aufgaben:
Hose und Stiefel immer neben dem Bett

Der Brandschutzbedarfsplan 2006 ist fertig und liegt der Politik zur Beratung vor, für die Hauptamtlichen Kräfte in der Feuerwache ist ein neuer Dienstplan erstellt, und die neue Alarm- und Ausrückeordnung ist ebenfalls “in trockenen Tüchern”. Kein Wunder: Die neue Führungsriege der Meerbuscher Feuerwehr konnte ganz gelassen zum offiziellen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Dieter Spindler im Rathaus Platz nehmen. Mit von der Partie: Ordnungsdezernent Hans Mattner-Stellmann und der Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung, Heiko Bechert. Persönlich vorstellen musste sich niemand mehr – man kennt sich halt und schätzt einander.

Der neue Wehrleiter Herbert Derks aus Büderich sammelte bereits als Stellvertreter des bisherigen Stadtbrandmeisters Heinz Berrisch Führungserfahrung, der neue zweite Mann Ralf Bolten ist als Leiter der Feuerwache und Mitglied des Löschzuges Büderich ein alter Hase. Der Dritte im Bunde, Stadtbrandinspektor Josef Michael Klören, hat das Florianer-Handwerk von der Pieke auf in Langst-Kierst und erlernt und war dort bisher Löschgruppenleiter.

Echtes Neuland müssen die drei Männer mit dem neuen Ehrenamt somit nicht erforschen. “Die ersten Wochen haben wir vielmehr dazu genutzt, die Aufgaben neu zuzuordnen”, so Herbert Derks. Auch seine beiden neuen Stellvertreter haben jetzt nicht nur eine deutlich größere Verantwortung, sie teilen sich auch mit ihm den sogenannten Alarmdienst, bei den Wehrleuten kurz “A-Dienst” genannt. Das bedeutet in der Praxis: Ein Vertreter der Wehrführung ist Tag für Tag rund um die Uhr bereit, bei schwerwiegenden Schadensfällen sofort die Gesamteinsatzleitung zu übernehmen – Hose und Stiefel stets griffbereit an der Bettkante. Das Stadtgebiet darf der diensthabende Wehrleiter nicht verlassen, jedes dritte Wochenende ist damit automatisch “gelaufen”. “Auf dem Sprung war man ja als Feuerwehrmann immer schon, aber das ist doch eine Umstellung”, räumt Josef Michael Klören ein. Die “A-Dienst”-Zeiten haben sich die Drei praxisnah aufgeteilt. “Und wenn’s dringend ist, können wir jederzeit tauschen”, sagt Herbert Derks.

Bürgermeister Spindler sieht der Zusammenarbeit mit der neuen Führungsriege positiv entgegen. “Der Generationswechsel hat reibungslos geklappt. Im Dienste der Sicherheit unserer Bürger sind wir auch in Zukunft gut gerüstet.”