Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/28/2008

Deutliche Kritik an Großbaustelle L137 in Büderich
 
 
 
Spindler: Straßen NRW muss als
Bauherr dringend „mehr Dampf machen“

Bürgermeister Dieter Spindler ist nicht zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Büderich. "Es werden derzeit immer wieder kritische Töne an mich herangetragen", so der Verwaltungschef. Die Ampelschaltungen und das Arbeitstempo auf der Baustelle lassen laut Spindler für viele Menschen zu wünschen übrig. „Und damit haben die Leute auch Recht.“

Besonders die Abwicklung des Verkehrs ortsauswärts Richtung Strümp und Osterath laufe noch nicht optimal. Die Folge: Während die Fahrzeugkolonnen aus Richtung Norden zumindest in den frühen Morgenstunden ordentlich abfließen und auch das aufgerissene Teilstück an der Neusser Straße recht reibungslos umfahren wird, staut sich schon ab dem frühen Nachmittag der Verkehr von der Kreuzung Haus Meer bis zum Brühler Weg zurück.

Der Knackpunkt: Die Kritik betroffener Bürger landet zumeist im Rathaus und damit an der falschen Adresse. "Nicht die Stadt, sondern das Land Nordrhein-Westfalen und sein Straßenbaubetrieb ist Bauherr. Das ist vielen Menschen leider noch nicht klar", bedauert Spindler. So würden auch Mitarbeiter seines Technischen Dezernates häufig zu Unrecht von verärgerten Bürgern angegangen. „Die Verwaltung hatte weder Einfluss darauf, dass die Ortsdurchfahrt überhaupt saniert wird, geschweige denn, welche Firma zu welchen Konditionen den Auftrag erhält.“ Die Stadt nutze lediglich die Großbaustelle des Landes, um bei dieser Gelegenheit teilweise die so genannten "Nebenanlagen" wie Bürgersteige, Parkbuchten und Bushaltestellen auf den neuesten Stand zu bringen.

Der Bürgermeister will mehr Einfluss auf die Verantwortlichen des Landesbetriebs nehmen. Vor allem müsse Straßen NRW sich verstärkt zu seiner Rolle als Bauherr bekennen und gegenüber den Betroffenen vor Ort Rede und Antwort stehen: "Außerdem muss der Bauherr unbedingt mehr Dampf machen, damit es zügiger vorwärts geht. Es gibt sicherlich einiges, was wir gemeinsam verbessern können."