Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 01/08/2004

Neue Friedhofssatzung der Stadt ist seit Jahresbeginn in Kraft
 
 
 
Landesgesetz wirkt sich in Kommunen aus:
Von Bestattungsfristen und Aschestreufeldern

Zum 1. Januar ist die neue Friedhofssatzung der Stadt Meerbusch in Kraft getreten. Die Neufassung der Satzung wurde nötig, nachdem der Landtag im September 2003 das neue Bestattungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen verabschiedet hatte. Darin wurde eine Vielzahl bislang unterschiedlicher Gesetze und Verordnungen im Friedhofs- und Bestattungswesen zusammengefasst.

In intensiven Beratungen hat sich der zuständige Ausschuss des Rates der Stadt mit dem Satzungsentwurf und seinen ethischen Aspekten auseinander gesetzt. In der Ratssitzung am 27. November wurde das neue Regelwerk schließlich beschlossen.

Seit Jahresbeginn sind damit einige wesentliche Änderungen wirksam. Beispiel: die Bestattungsfrist. Ab sofort muss eine Leiche innerhalb von acht Kalendertagen bestattet werden. Bislang war die Bestattung grundsätzlich innerhalb von 120 Stunden Pflicht. Eine Verlängerung der Frist um die Tage, an denen nicht beerdigt werden konnte, also insbesondere an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, war möglich. Diese Fristverlängerung fällt nun weg.

Eine weitere Möglichkeit der Beisetzung bietet die Stadt Meerbusch nun auf einem sogenannten “Aschestreufeld”. Nach dem Gesetz darf die Totenasche auf einem vom Friedhofsträger festgelegten Bereich des Friedhofes verstreut werden, wenn dies durch Verfügung des Verstorbenen bestimmt worden ist. Diese neue Bestattungsform wird die Stadt ab diesem Jahr auf dem neuen Teil des Friedhofes in Meerbusch-Büderich anbieten. Ob ab 2005 auch auf weiteren Friedhöfen im Stadtgebiet Streufelder eingerichtet werden, wird derzeit geprüft.

“Diese Beisetzungsart wird üblicherweise von Menschen gewählt, die niemanden mit der Grabpflege belasten wollen oder deren Angehörige nicht am Ort wohnen”, so Rolf Schmidt, zuständiger Bereichsleiter für die Friedhofsverwaltung. Die Nutzungsgebühr für das Aschestreufeld liege mit 180 Euro außerdem deutlich unter den Kosten für herkömmliche Grabstätten.

Wer die Satzung einsehen möchte oder Beratung zum Inhalt wünscht, kann sich im Technischen Dezernat an der Wittenberger Straße 21 in Lank-Latum erkundigen. Bernd Schautz (Telefon 916-160, E-Mail: bernd.schautz@meerbusch.de), Mitarbeiter im Fachbereich Grünflächen, hilft gern weiter.