Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/19/2006

Ozonwerte erreichen auch in Meerbusch die kritische Marke
 
 
 
Höchstwerte in den Feierabendstunden:
Körperliche Anstrengungen vermeiden

Durch die anhaltende Hitze haben die Ozon-Werte auch in Meerbusch die kritische Marke von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht. Ab diesem Wert sollten empfindliche Menschen körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. In Meerbusch gibt es zwar keine eigene Ozonmessstation, die Umweltfachleute der Stadtverwaltung ziehen jedoch die Werte der nahe gelegenen Messstellen des Landesumweltamtes in Krefeld-Linn und Düsseldorf-Lörick zum Vergleich heran. “180 Gramm Ozon werden ansonsten meist in Innenstädten erreicht”, erklärt Detlev Horn, Mitarbeiter im Produktbereich Umwelt der Stadtverwaltung. Kurzfristige Abhilfe könne jetzt realistischerweise nur ein starkes Wärmegewitter schaffen.

Ozon ist ein Bestandteil der Atmosphäre; erhöhte Werte im Sommer entstehen durch die Einwirkung von Sonnenlicht und Sauerstoff auf die Vorläuferstoffe Stickoxide und Kohlenwasserstoffe, die vor allem durch den Autoverkehr produziert werden. Man spricht dann von "Sommersmog". Ozon kann bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Schleimhautreizungen hervorrufen.

Was viele Menschen nicht wissen: “Die höchsten Belastungen treten vom frühen Nachmittag bis in die Nacht auf, die Spitze wird meist zwischen 17 und 20 Uhr erreicht”, so Detlev Horn. Gerade in diesen Feierabendstunden sollten also der abendliche Waldlauf oder schwere Gartenarbeit tabu sein. “Da der Straßenverkehr die Ursache für die hohen Konzentrationen ist, kann man Autofahrern nur empfehlen, wirklich nur die allernötigsten Fahrten zu unternehmen”, so Horn. Für Kurzstrecken biete sich das Fahrrad an, für längere Strecken oder für den Wochenendausflug seien auch Bus und Bahn interessant.

Für die jeweils aktuellen Werte gibt es einen Telefonansagedienst des Landesumweltamtes unter der Nummer 0201 / 197 00. Wer einen Internet-Anschluss hat, kann sich unter www.lua.nrw.de informieren. Im WDR-Fernsehen sind die Werte auf den Videotext-Tafeln 177 und 178 zu sehen.

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