Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 04/19/2004

Arbeiten zum Bau des “Stauraumkanals Forststraße” laufen
 
 
 
Erster Schritt zur Erschließung des neuen
Siedlungsgebiets Strümper Busch ist getan

In Strümp haben die Arbeiten zum Bau des neuen “Stauraumkanals Forststraße” begonnen. Bürgermeister Dieter Spindler und Baudezernent Michael Nowack setzten jetzt symbolisch den ersten Spatenstich ins nasse Erdreich. Dass der Bürgermeister und sein Erster Beigeordneter persönlich zum Baustart erscheinen, hat seinen Grund: Es handelt sich nicht um irgend eine Kanalbaustelle, sondern um den Einstieg in die umfassende Erschließung des neuen Siedlungsgebietes “Am Strümper Busch” zwischen Strümp und Bovert. Spindler, der sich von Bauleiter Rolf Reinecke vom Fachbereich Straßen und Kanäle über die Arbeiten informieren ließ, ist mit dem bisherigen Verlauf des Großprojektes sehr zufrieden: “Die bislang nötigen Verfahren sind reibungslos und zügig verlaufen. So soll es weitergehen.”

Derzeit treibt ein Spezialbagger an der Forststraße stählerne Brunnenrohre rund fünf Meter senkrecht in die Erde. Sie sollen das hoch stehende Grundwasser aufnehmen, damit die anstehenden Ausschachtungsarbeiten trocken vonstatten gehen können. Auf einer Strecke von zunächst 350 Metern werden die Rohre für den Stauraumkanal verlegt, die einen Durchmesser von 1,60 Metern haben. Außerdem setzen die Tiefbauer vier Schachtbauwerke ein. In Höhe der Josef-Kothes-Straße mündet der neue Kanal dann ins bestehende Netz. In einem folgenden Schritt wird später der weite Bogen in Richtung Meerbusch-Gymnasium ins neue Siedlungsgebiet geschlagen.

Die Größenordnung des Kanals ist mit Weitblick gewählt. Im gesamten Areal des Strümper Buschs werden im ersten Bauabschnitt etwa 200 Wohneinheiten entstehen. Bis dahin ist allerdings noch viel Abstimmungsarbeit zwischen Planern, Tiefbauern und Genehmigungsbehörden zu leisten. Im Mai soll zunächst der entsprechende Bebauungsplan Nummer 276 “Am Strümper Busch / Im Plötschen” per Ratsbeschluss Rechtskraft erlangen, der das Areal zwischen Osterather Straße und dem Bundenhof einschließt.

Die Kanalisation ist das eine. Zum Neubaugebiet gehört freilich auch eine sinnvolle Verkehrsanbindung – und zwar eine, die für das gesamte Meerbuscher Verkehrsnetz sinnvoll ist: Eine Ost-West-Achse soll als neue Kreisstraße K9n die Anschlussstelle Bovert der Autobahn 57 über die Forststraße in Strümp mit der Bundesstraße 222 und der alten K9 Richtung Ilverich verbinden. Eine planerische Herausforderung, die sich lohnt: Wer aus Bovert Richtung Strümp oder Lank möchte, muss dann nicht mehr eigens über den Wienenweg, Winklerweg und Strümper Straße oder gar über die Kreuzung Haus Meer fahren. Die ebenfalls geplante “Nord-Süd-Allee” soll von der Osterather Straße (L 154) an der Siedlung “Am Buschend” vorbei Richtung Süden führen. Die Bauarbeiten für den nötigen Kreisverkehr sollen nach den Sommerferien an der Einmündung des Schneiderspfades beginnen.