Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 04/15/2003

"Dogstations" sorgen für mehr Sauberkeit an der Poststraße
 
 
 
“In die Tüt’ mit dem Driet”: Griff zum Hundekot-Beutel erspart Ärger

Die Poststraße ist eine schöne Straße: bevorzugte Wohnlage, alter Baumbestand, Narzissen und viel Grün säumen den Lauf des Stingesbachs. Kein Wunder, dass auch viele Hundehalter aus der Umgebung den idyllischen Straßenzug nur zu gern als “Gassi-Revier” nutzen. Doch nicht nur den Anwohnern sind die Hinterlassenschaften der Vierbeiner ein Dorn im Auge. “Besonders die großen Hunde sind ein Problem”, sagt ein Nachbar, der regelmäßig selbst zur Schaufel greift, um Haufen vom Bürgersteig oder gar aus seinem Vorgarten zu schippen. Spaziergänger ärgern sich über übelriechende “Souvenirs” unter der Schuhsohle, Stadtgärtnern fliegen beim Mähen der Bachwiesen Kotreste um die Ohren.

Für die Stadt Grund genug, jetzt auch auf der Poststraße zwei Dog-Stations aufzustellen. Die weißen Automaten mit Beutelspender und “Kotbox” haben sich an anderen bevorzugten Gassi-Wegen im Stadtgebiet bereits bewährt: Im Hallenbad-Park in Büderich, am Van-Dawen-Weg in Lank oder an der Josef-Werres-Straße in Bösinghoven haben die Verschmutzungen spürbar nachgelassen. Das laufende Nachfüllen der insgesamt zehn Dog-Stations mit neuen Beuteln beschert den Gärtnern des Fachbereichs Grünflächen zwar zusätzlichen Aufwand, der Erfolg aber spricht für sich.

Wie alle Bemühungen der Stadt im Rahmen der Siggi-Sauber-Initiative sei auch die Aufstellung der Dog-Stations vor allem eine “bewusstseinsbildende Maßnahme”, erklärt Stadtpressesprecher Michael Gorgs. “Wir bieten den Hundehaltern einen Service, sind aber auch auf ihre Einsicht und Mithilfe angewiesen. Sonst geht’s nicht.” Einen Beutel ziehen und die Hinterlassenschaft des Hundes entsorgen müssten Herrchen und Frauchen eben nach wie vor selbst. “Leider sind immer noch zu viele Hundefreunde der Auffassung, dass die Entsorgung der Häufchen mit der Hundesteuer abgegolten ist.“ Zwischen der Erhebung einer Steuer und der Verwendung der Gelder gebe es aber keinerlei Zusammenhang.

In der Nachbarschaft der Poststraße sind die Dog-Stations übrigens schon auf positives Echo gestoßen. Die Anwohner wollen mit darauf achten, dass die Behälter auch genutzt werden.