Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 02/07/2007

Stadt begrüßt die Ryanair-Entscheidung für den Airport Weeze
 
 
 
Verlagerung von Ferienfliegern
kann für Meerbusch nur von Nutzen sein

Bürgermeister Dieter Spindler begrüßt die Entscheidung der Fluglinie Ryanair, den Airport Weeze im Kreis Kleve als dritte Basis in Deutschland auszubauen. „Im Zuge der Fluglärmdiskussion haben wir seit jeher Weeze als sinnvolle Alternative propagiert“, so Spindler.

Die ersten positiven Reaktionen aus der Touristik-Branche machten ebenfalls deutlich, dass gerade der Ferienflugverkehr am nördlichen Niederrhein ein geeigneteres Zuhause finden könne als im kapazitätsbegrenzten Stadtflughafen Düsseldorf. „Eine Stärkung des Airports Weeze wird sicherlich auch im Kreis Kleve positiv gesehen, weil er die gesamte Region wirtschaftlich aufwerten würde.“ Somit sei die unternehmerische Entscheidung bei Ryanair durchaus richtungsweisend.

Weniger hoffnungsvoll bezieht man im Rathaus Position zur jüngst aus den Reihen der Meerbuscher Fluglärmgegner geäußerten Idee, die Stadt könne angesichts der vom Finanzamt anerkannten Wertminderung von Gebäuden in der Lärmschutzzone und den daraus resultierenden Grundsteuermindereinnahmen Entschädigung vom Flughafen einfordern. Heinrich Westerlage, Leiter des städtischen Service Recht, sieht dafür keine Rechtsgrundlage. „Die angeführte Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum Flughafen Köln aus dem Jahr 2004 haben wir selbstverständlich längst ausgewertet.“ Wenn ein Flughafen alle in seiner Betriebsgenehmigung festgelegten Auflagen erfülle, hätte eine Kommune später mit anderweitigen Ausgleichsansprüchen keine Chance. Das Urteil bestärke ihn vielmehr darin, den Fluglärm an der Quelle, sprich an der Betriebsgenehmigung, zu bekämpfen. Gegen diese gelte es, gerichtlich vorzugehen. Genau dies mache die Stadt seit Jahren durch diverse Klagen zum Schutz ihrer Bürger.