Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/09/2006

Fällungen im Strümper Bruch werden jetzt abgeschlossen
 
 
 
Brüchige Pappeln müssen weichen:
Erlen, Eschen und Weiden als Ersatz

Alte Pappeln bescheren den Stadtgärtnern des Fachbereichs Grünflächen “traditionsgemäß” reichlich Arbeit – und zumeist muss dabei die Motorsäge ran. Denn die großenteils in den Kriegs- und Nachkriegsjahren zur schnellen Holzbeschaffung gepflanzten Bäume sind vielfach nicht mehr standsicher, leiden unter Stammfäule oder sind brüchig im Geäst. Zumeist handelt es sich dabei nicht um die robustere niederrheinische Schwarzpappel, sondern um sogenannte Hybridpappeln, die recht schnell wachsen, aber nur eine begrenzte Lebenserwartung haben.

Handlungsbedarf besteht jetzt wieder im Strümper Bruch, südlich der Kreisstraße 9. Hier müssen in den nächsten Wochen auf einer Fläche von etwa einem Hektar die Pappeln gerodet werden. Schon im Jahr 2003 war damit begonnen worden, die bruchgefährdeten Bäume schrittweise zu entfernen, jetzt wird die Maßnahme abgeschlossen. “Der nasse Untergrund im Bruch bietet den Wurzeln nicht mehr genügend Halt. Das bedeutet vor allem bei starkem Wind konkrete Gefahr”, erklärt der Leiter des Fachbereichs Grünflächen, Rolf Schmidt. Das Sicherheitsrisiko sei insbesondere wegen der Nähe zur Kreisstraße Im Bergfeld nicht mehr tragbar.

Durch die lang anhaltende Trockenheit bietet sich nun vorübergehend die Gelegenheit, die Waldparzelle zu befahren und zu bearbeiten. Deshalb muss in den kommenden Wochen auch der Wanderweg im Bereich des Bruchs gesperrt werden. Auch der Wanderparkplatz steht nicht zur Verfügung, weil er als Holzzwischenlagerplatz dienen muss. “Wir werden dafür sorgen, dass das Holz möglichst zügig abgefahren wird, damit die Einschränkungen nicht zulange dauern”, versichert Rolf Schmidt.

Wichtig: Die parallel zur Straße stehenden Erlen, Ahornbäume und Kastanien sowie das Strauchwerk bleiben erhalten. Natürlich soll das Areal schnellstmöglich wieder einen intakten und naturnahen Bewuchs bekommen, weil es als Biotop und als Erholungsdraum für den Menschen wertvoll ist. In der nächsten sogenannten “Vegetationsruheperiode” werden die entstandenen Lücken deshalb mit für den Niederrhein typischen Erlen, Eschen und Weiden geschlossen.