Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/22/2004

Stammzellspender für leukämiekranken Karl-Josef N. gefunden
 
 
 
Schirmherr Spindler glücklich: “Jetzt
hoffen wir auf erfolgreiche Behandlung”

Mit großer Freude hat Bürgermeister Dieter Spindler die Nachricht der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen, dass bei der Aktion “Feuerwehr hilft Kalli” tatsächlich ein Stammzellspender für den Langst-Kierster Feuerwehrmann Karl-Josef N. gefunden wurde. Wie die DKMS mitteilte, stimmen die Gewebemerkmale des potentiellen Spenders “nahezu hundertprozentig” mit denen N.s überein. “Das ist wirklich eine Riesensache”, so der Bürgermeister strahlend.

Als Schirmherr der Hilfsaktion nutzte Spindler die Gelegenheit, nochmals allen fast 1.500 Männern und Frauen zu danken, die beim großen Typisierungstermin am 14. November in der Lanker Pastor-Jacobs-Schule ihr Blut hatten testen lassen. Die tolle Beteiligung über alle Stadtteile hinweg sei ein beeindruckendes Beispiel der Solidarität und des Mitgefühls gewesen. “Jetzt”, so Spindler, “müssen wir unsere ganze Hoffnung darauf setzen, dass die Stammzellübertragung und die weitere Behandlung erfolgreich sind.” Karl-Josef N. wünscht er von Herzen alles erdenklich Gute für die Genesung.

Für Kalli beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Stammzellübertragung. Ungefähr zwei Wochen vor der Transplantation wird der Patient stationär in die Klinik aufgenommen. Nachdem alle notwendigen Voruntersuchungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Vorbereitungsphase für die Stammzelltransplantation. Das kranke blutbildende System wird durch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie behandelt. Deren Ziel sind zum einen die vollständige Zerstörung aller kranken Zellen und zum anderen die Unterdrückung des Abwehrsystems, um zu vermeiden, dass die übertragenen Stammzellen abgestoßen werden.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie. Für viele dieser 11.000 Patienten ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance auf Heilung. Einen geeigneten Stammzellspender für einen Patienten zu finden, ist sehr schwer, da die Gewebemerkmale von beiden nahezu vollständig übereinstimmen müssen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der Gewebemerkmale in der Regel zwischen 1:20.000 und 1:mehreren Millionen.

Die DKMS hat in 13 Jahren schon sehr viel erreicht: Im weltweiten Verbund kann heute über 75 Prozent der Patienten geholfen werden. Da aber noch immer für jeden vierten Patienten kein passender "genetischer Zwilling" gefunden werden kann, arbeitet die DKMS mit aller Anstrengung am Ausbau ihrer Datei. “Je mehr Menschen sich bei der DKMS registrieren, umso höher ist die Chance, auch für Leukämiepatienten mit seltenen Gewebemerkmalen einen passenden Spender zu finden. Im Kampf gegen Leukämie zählt jeder Einzelne”, so der Appell von DKMS-Geschäftsführerin Claudia Rutt.