Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/03/2003

Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen nach SARS-Verdachtsfall
 
 
 
Arztpraxis geschlossen – Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne

Nach Bekanntwerden eines SARS-Verdachtsfalles in Meerbusch hat die Stadt in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt in Neuss die Schließung und Desinfektion einer Meerbuscher Arztpraxis veranlasst, die der betroffene Mann am Montag aufgesucht hatte. Ein Fachunternehmen führte im Auftrag der Stadt eine sogenannte “Scheuer-Wisch-Desinfektion” durch.

In gleicher Weise verfuhr auch die Stadt Düsseldorf. Hier hatte der Meerbuscher zuvor ebenfalls eine Arztpraxis aufgesucht. Der 61-Jährige war vor etwa einer Woche nach einem Taiwan-Aufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt. Wenig später waren die SARS-typischen Symptome wie hohes Fieber und Halsschmerzen aufgetreten. Vom Krefelder Klinikum war er schließlich in das Hermann-Nocht-Tropeninstitut nach Hamburg verlegt worden.

Bei den ersten Labor-Untersuchungen im Tropeninstitut konnte das SARS auslösende Virus noch nicht nachgewiesen werden, dennoch werden alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen fortgesetzt. Bislang wurden insgesamt 40 Kontaktpersonen bis auf weiteres unter häusliche Quarantäne gestellt. 22 von ihnen – so der Stand der Ermittlungen - stammen aus Meerbusch. Weitere – zum Beispiel Mitreisende aus dem Flugzeug – werden noch ermittelt.

“In solchen Fällen ist es wichtig, dass die Behörden schnell und koordiniert handeln”, so Bürgermeister Dieter Spindler. Im Rahmen der Daseinsfürsorge für die Bürger sei entscheidend, dass systematische Gefahrenabwehr betrieben werde.