Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/11/2006

Spatenstich für neuen Wanderweg “Am Eisenbrand” gesetzt
 
 
 
Pfiffig gelöst: Strommasten
verschwinden, Spaziergänger kommen

Spaziergehen, Walken oder Joggen soll künftig im grünen Areal des Büdericher Eisenbrandes noch mehr Vergnügen bereiten. Bürgermeister Dieter Spindler, der Vorsitzende des Arbeitskreises “Freizeitpark Eisenbrand”, Lutz Lienenkämper MdL, sein Stellvertreter Hans-Werner Schoenauer, wbm-Geschäftsführer Manfred Weigand und Dr. Stefan Küppers, Leiter des Regionalzentrums Neuss der RWE Rhein-Ruhr AG, setzten jetzt gemeinsam den symbolischen ersten Spatenstich für eine neue Wanderwegverbindung am Westrand Büderichs.


Der neue Weg, der vom Parkplatz des Schießstandes der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft am Hülsenbuschweg bis zu den Angelseen am Broichweg führen wird, ist das Ergebnis einer ebenso pfiffigen und kostengünstigen wie nutzbringenden Zusammenarbeit. Der Grund: Die Verbindung verläuft auf der Trasse einer alten Freileitung, die die RWE AG durch Erdkabel ersetzen möchte. Politik und Verwaltung ergriffen die Gelegenheit, das Notwendige mit dem Nützlichen zu verbinden: Die Holzmasten und Leitungen verschwinden aus dem Landschaftsbild, der Strom fließt künftig unterirdisch. Der Clou: Auf dem wieder zugeschütteten Graben entsteht die neue Wegeverbindung. Die Wirtschaftsbetriebe Meerbusch (wbm) sponsern zudem eine rund 100 Meter lange Wasserleitung, die künftig im geplanten Spiel- und Sportbereich des Freizeitparkes benötigt wird. "Wir freuen uns, dass wir das Projekt als Partner der Kommunen mitgestalten können”, so Stefan Küppers von den RWE. “Durch die gute Zusammenarbeit kamen wir zu dieser für die beide Seiten kostengünstigeren Lösung, von der letztendlich der Bürger profitiert.”

Auch Lutz Lienenkämper wertet die Aktion für den Arbeitskreis positiv. “Damit kommen wir unserem Ziel, den Eisenbrand schrittweise mit schönen Wander-, Jogging- und Radfahrstrecken zu erschließen, wieder ein Stück näher.” Im Juli letzten Jahres hatte die Stadt zum Einstieg einen Steinwurf entfernt die erste Schutzhütte aufgestellt, die mit Ruhebänken zur erholsamen Rast im Grünen einlädt.

Im Oktober wird sich der Arbeitskreis zu seiner vierten Sitzung treffen, um das weitere Vorgehen zu beratschlagen. Die bisherigen Planungen werden dann in einen Stufenplan fortgeschrieben und die weiteren Kosten analysiert. Auch die bereits bestehende enge Zusammenarbeit mit der Stadt Kaarst über ein stadtübergreifendes Wege- und Reitwegenetz soll weiter vorangetrieben werden.

Bürgermeister Dieter Spindler legt Wert darauf, dass der Begriff des “Freizeitparks” nicht missverstanden wird. Ein turbulentes “Phantasialand” wird es am Westrand Büderichs nicht geben. Der Grundsatz: Das Areal soll behutsam und naturschonend als Naherholungsgebiet weiterentwickelt werden. Alle Maßnahmen werden auch mit den Landwirten abgestimmt.