Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/15/2005

Ausbildungsplatz bei der Stadt: Treffer für zehn Glückspilze
 
 
 
Ob “Büromensch”, Gärtner oder Erzieherin:
Der Nachwuchs geht mit Eifer ans Werk

Simone, Marie, Kevin, Marcel, Lena, Denis, Jessica, Stephanie, Alexandra und Melanie sind “happy”. Am 1. August haben die zehn Azubis ihre Berufsausbildung in Diensten der Stadt Meerbusch begonnen – für jeden der zehn ein Glückstreffer: Rund 100 Bewerbungen flattern durchschnittlich pro Ausbildungsplatz auf den Tisch von Wolfram Olbertz, Leiter des Personalwesens in der Stadtverwaltung. Ganz gleich ob Verwaltungsfachangestellter, Vermessungstechniker, Erzieherin oder Vermessungstechniker – die Lehrstellen bei der Stadt sind begehrt.



22 Auszubildende erlernen derzeit ihren Beruf in Diensten der Stadt. 2004 waren es noch 30 gewesen, im Jahr zuvor 27. “Die Zahl ist leider rückläufig, das liegt vor allem an unserem sehr stringenten Personalentwicklungskonzept”, sagt Angelika Mielke-Westerlage, Leiterin des Service Zentrale Dienste. Das heißt: Die Stadt bildet “bedarfsorientiert” aus. Das gilt vor allem für die Beamtenanwärter und die übrigen rein verwaltungstechnischen Berufe, die zwangsläufig in eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst münden. “Vermesser oder Gärtner haben dagegen durchaus auch auf dem freien Markt ihre Chance”, so Mielke. Ansteigend ist die Zahl der Praktikanten und Rechtsreferendare, die für einen begrenzten Zeitraum die Abteilungen durchlaufen.

Der bundesweite Arbeitsmarkttrend macht freilich auch vor der Stadtverwaltung nicht halt. Nicht zuletzt die Personalkosten stehen im Rathaus auf dem Prüfstand. Neue Stellen gibt es angesichts der Sparzwänge derzeit nicht, viele frei werdende Jobs werden nicht mehr neu besetzt. Grundsätzlich aber gilt die Maßgabe, leistungsstarke Nachwuchsleute nach der Ausbildung ins eigene Haus zu übernehmen. Auf diese Weise kommen auch die investierten Ausbildungskosten direkt wieder der Stadt zugute.

Die Anforderungen für die Beamtenanwärter und Verwaltungsfachangestellten sind durchaus hoch. In drei Jahren durchlaufen die jungen Leute neben der schulischen Ausbildung sechs Verwaltungsbereiche, erhalten das Rüstzeug in allgemeinem Verwaltungsrecht, Finanzwesen oder auch Kommunalverfassungsrecht. Heraus-forderungen, die bei weitem nicht jedem Bewerber recht bewusst sind. “Die Bewerbungen sind von recht unterschiedlicher Qualität”, weiß Angelika Mileke-Westerlage aus Erfahrung. Trend sei jedoch, dass sich zunehmend junge Leute mit Abitur auch auf Jobs mit geringeren Abschlussanforderungen bewerben. Nicht wenige haben obendrein zuvor schon eine andere Ausbildung absolviert und ein entsprechendes Alter erreicht. “Aufgrund der hohen Zahl von Bewerbungen haben wir eine gute Auswahl und können sowohl nach Leistung als auch nach Persönlichkeitsbild die besten aussuchen.”

Junge Leute, die im Sommer 2006 die Schule verlassen und einen Ausbildungsplatz bei der Stadt Meerbusch anstreben, sollten sich übrigens mit ihrer Bewerbung sputen. Zwei Beamtenanwärter für den gehobenen Dienst, zwei Verwaltungsfachangestellte und ein Gärtner werden nächstes Jahr eingestellt. Die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis 19. August.