Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 05/16/2003

"Tatort Spielplatz": Stadt erstattet Anzeige gegen Unbekannt
 
 
 
Gelöste Schrauben am Klettergerüst
und vergrabene Flaschenhälse im Kies

Auf besonders widerwärtige Art haben unbekannte, vermutlich jugendliche Täter versucht, Kinder auf dem Spielplatz am Osterather Rathauspark gezielt zu verletzen: Rund um die Spielgeräte gruben sie abgeschlagene Bierflaschenhälse mit den scharfen Kanten nach oben ein und bedeckten sie dünn mit Kies. Gärtner der Stadt entdeckten die gefährlichen Tretfallen zufällig beim Saubermachen. “Solche Machenschaften sind kriminell, hinterhältig und bösartig”, so Stadtpressesprecher Michael Gorgs. “Hier muss hart eingeschritten werden.” Die Stadt erstattet nun Anzeige gegen Unbekannt.

Andere Sachbeschädiger trieben in jüngster Zeit mehrfach auf einem Spielplatz an der Goethestraße in Osterath ihr Unwesen. Offenbar mit Werkzeug ausgerüstet machten sie sich an den hölzernen Kletterkombinationen zu schaffen, lösten Schrauben an Geländern und Balken. Ein anderes Mal wurden ganze Teile des Spielgerätes zerlegt. Nachdem städtische Gärtner die Schäden zwei Mal repariert hatten, wurden die hinterhältigen “Handwerker” nochmals aktiv. Jetzt lag erneut ein komplettes Holzpodest abmontiert im Gebüsch. Inzwischen ist ein Sachschaden in Höhe von rund 2.000 Euro entstanden. “Der Spielplatz wird jetzt täglich von uns kontrolliert”, so Rolf Schmidt, Leiter des Fachbereichs Grünflächen. “Wenn Kinder gefährdet werden, hört der Spaß auf.” Auch in diesem Fall wird Anzeige erstattet. Gleichzeitig bittet die Stadt Anwohner, Spielplatznutzer und Eltern um verstärkte Aufmerksamkeit, damit die Täter ermittelt und bestraft werden können. Gleiches gilt auch für die Unbekannten, die die noch neuen Klettergeräte auf dem Spielplatz an der Kemperallee in Lank-Latum mit obszönen Sprüchen beschmiert haben.

Erste Hinweise nimmt der Fachbereich Grünflächen unter der Telefonnummer 02150 / 916 198 oder der E-Mail-Adresse fb6@meerbusch.de entgegen. In der Folge wird sich dann die Polizei mit der Angelegenheit beschäftigen.