Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/22/2007

Gute Nachricht trotz Zuschusskürzungen und Verzögerungen
 
 
 
"Ogatas“ in Büderich und Lank nehmen nach
den Ferien wie geplant den Betrieb auf

Obwohl das Landesministerium für Schule und Bildung wegen der Vielzahl der eingegangenen Förderanträge von Kommunen aus ganz NRW eine deutliche Kürzung der Zuschüsse angekündigt hat, wird die Stadt Meerbusch wie zugesagt nach den Sommerferien auch in der Mauritius-Schule in Büderich und in der Theodor-Fliedner-Schule in Lank den Offenen Ganztagsschulbetrieb aufnehmen.

Fest steht aber schon jetzt, dass zumindest in der Anlaufphase mit Provisorien gearbeitet werden muss. Der Grund: Erst in der letzten Juniwoche bekommt die Schulverwaltung der Stadt aus dem Ministerium in Düsseldorf Bescheid, um wieviel der Zuschussbetrag für die fälligen Bauarbeiten und die Einrichtung der beiden neuen Offenen Ganztagsschulen (Ogata) gekürzt wird. Die Stadt Meerbusch hatte für die beiden Neueinrichtungen und für den Ausbau bestehender Ogatas im Stadtgebiet für 2007 Kosten in Höhe von 623.000 Euro angemeldet. Bislang übernahm das Land NRW 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten, jetzt steht voraussichtlich für alle bis 31. Januar 2007 eingereichten Förderanträge eine Kürzung um ein Drittel ins Haus.

Bevor der Bescheid eingeht, darf die Stadt aber weder Maßnahmen ausschreiben, geschweige denn mit irgendwelchen Arbeiten beginnen. Tut sie es doch, setzt sie den gesamten Landeszuschuss aufs Spiel. Deshalb hat die Schulverwaltung der Stadt in Düsseldorf einen „Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ gestellt. Wird dieser positiv beschieden, könnten immerhin schon jetzt wichtige Einrichtungsgegenstände wie Mobiliar und Geschirr für den Ogata-Betrieb angeschafft werden.

Die nötigen Umbauarbeiten in den beiden Schulen – das steht schon jetzt fest – werden aber nicht wie geplant in den Sommerferien anlaufen können. „Selbst wenn wir nach Eingang des Bescheides im Handumdrehn ausschreiben, bekommen wir kein Bauunternehmen, dass mitten in den Sommerferien so kurzfristig für uns parat steht“, so Detlev Krügel, Leiter des Fachbereichs Kultur, Schule und Sport im Rathaus.

In der Schulverwaltung und im Gebäudemanagement der Stadt aber wird schon jetzt improvisiert. „Wir haben beiden Schulleiterinnen fest zugesichert, dass die Kinder zumindest in einer vernünftigen Umgebung Mittagessen können“, so Krügel. „Die übrigen Angebote finden ohnehin zu einem großen Teil in den Klassenräumen statt.“ Die nötigen Bauarbeiten werden dann schnellstmöglich nachgeholt. Damit könnten auch besorgte Eltern, die nach den Ferien fest mit der Ganztagsbetreuung ihrer Kinder rechnen, aufatmen. Auch vertraglich steht dem Ogata-Startschuss an der Mauritius- und Theodor-Fliedner-Schule unabhängig vom Zuschussgebahren der Ministerin nichts im Wege. Der Vertrag mit dem Osterather Betreuungsverein ist schon seit Monaten unterzeichnet, das Betreungsprogramm steht, und das Personal wartet schon auf seinen Einsatz.

Auf den Betrieb der übrigen, bereits bestehenden fünf Ogatas im Stadtgebiet hat die enge Zuschusssituation des Ministeriums übrigens keinen Einfluss.