Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 02/21/2005

Benefiz-Ausstellung zugunsten der Flutopfer eröffnet
 
 
 
Meerbuscher Künstler spenden Werke für Südasien

Wer seine Freude an der Kunst mit direkter Hilfe für Menschen in Not verbinden möchte, ist derzeit bei den Wirtschaftsbetrieben Meerbusch goldrichtig: Noch bis Freitag, 25. Februar, läuft an der Hochstraße 1 in Osterath täglich von 9 bis 16 Uhr die Benefizausstellung “Meerbuscher Künstler für Flutopfer”. 52 Meerbuscher Kreative haben insgesamt 67 Werke mit einem Gesamtwert von 11.666 Euro gespendet. Initiator der Aktion ist der Meerbuscher Kulturkreis (MKK). Der Erlös kommt einem Südostasien-Hilfsprojekt zugute, das die Stadt Meerbusch derzeit vorbereitet.

Bürgermeister Dieter Spindler freute sich in seiner Eröffnungsrede besonders darüber, dass die Künstler und der Meerbuscher Kulturkreis echtes bürgerschaftliches Engagement gezeigt und etwas auf die Beine gestellt hatten. “So eine Aktion ist doch viel schöner, als einfach einen Betrag zu überweisen und dann die Sache abzuhaken.” Nur so sei es möglich, die Erinnerung an die Flutkatastrophe und ihre verheerenden Folgen in den Köpfen der Menschen wach zu halten. “Denn aus den Medien sind Bilder aus den Katastrophengebieten angesichts von Schiedsrichter-Skandal und Visa-Affäre nach und nach verschwunden.”

Die Preise für ihre Werke haben die Künstler bewusst moderat angesetzt. So lässt sich zwischen einer Farb-Lithografie des Künstlers Helmut Krüger für 50 Euro und dem teuersten Kunstwerk der Ausstellung, einer Holz-Skulptur des Japaners Morio Nishimura für 850 Euro, ziemlich alles finden: Aquarell, Ölbild, Fotoarbeit, Radierung, Collage, Holzschnitt oder Ton-Skulptur – der Vielfalt der Arbeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Wer allerdings gerne ein ganz spezielles Werk kaufen möchte oder sich für eine bestimmten Künstler interessiert, sollte sich beeilen. An einigen Bildern klebt er nämlich schon, der rote Punkt. Käufer gefunden haben unter anderen schon die Arbeit “Ohne Titel” von Horst G. Bartels oder Erika Danes‘ Holzschnitt “Was ist los in Meerbusch?”. Letzteren hatte sich spontan wbm-Geschäftsführer Manfred Weigand gesichert. “Der passt wunderbar in unseren Besprechungsraum.”