Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/04/2003

Ozonwerte nähern sich jetzt auch in Meerbusch der kritischen Marke
 
 
 
Autofahrten gerade auf kurzen Strecken unbedingt vermeiden
und nach Möglichkeit ruhig verhalten

Durch die anhaltende Hitze steigen auch in Meerbusch die Ozon-Werte. In einigen Innenstadtbereichen, zum Beispiel in Köln oder Düsseldorf, wurden bereits Stundenhöchstwerte über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Das ist die Konzentration, ab der empfindlichen Personen von körperlichen Anstrengungen im Freien abgeraten wird. In Meerbusch gibt es zwar keine eigene Ozonmessstation, jedoch kann die nahe gelegene Messstelle des Landesumweltamtes in Krefeld-Linn zum Vergleich herangezogen werden. Die höchsten Konzentrationen lagen dort in den letzten Tagen bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, also noch unterhalb des kritischen Wertes. “Da sich das hochsommerliche Wetter auch in den nächsten Tagen fortsetzen wird, müssen wir jedoch mit einem weiteren Anstieg der Stundenhöchstwerte zu rechnen”, erklärt Detlev Horn, Mitarbeiter im Produktbereich Umwelt der Stadtverwaltung. Für die jeweils aktuellen Werte gibt es einen Telefonansagedienst des Landesumweltamtes unter der Nummer 0201 / 197 00. Wer einen Internet-Anschluss hat, kann sich unter www.lua.nrw.de informieren. Im WDR-Fernsehen sind die Werte auf den Videotext-Tafeln 177 und 178 zu sehen.

Ozon ist ein Bestandteil der Atmosphäre; erhöhte Werte im Sommer entstehen durch die Einwirkung von Sonnenlicht und Sauerstoff auf die Vorläuferstoffe Stickoxide und Kohlenwasserstoffe, die vor allem durch den Autoverkehr produziert werden. Man spricht dann von "Sommersmog". Ozon kann bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Schleimhautreizungen hervorrufen. Die höchste Konzentration wird üblicherweise in den Nachmittagsstunden zwischen 14 und 18 Uhr gemessen, sie nimmt dann abends bis in die Morgenstunden wieder ab.

“Da der Autoverkehr die Ursache für die hohen Konzentrationen ist, kann man Autofahrern nur empfehlen, wirklich nur die allernötigsten Fahrten zu unternehmen”, so Horn, Abhilfe könne auch ein kräftiges Wärmegewitter bringen. Das sei aber nicht in Sicht. Für Kurzstrecken biete sich das Fahrrad an, für längere Strecken oder für den Wochenendausflug seien auch Bus und Bahn interessant.

Der Telefonkundendienst der Rheinbahn bietet unter der Teölefonnummer 0211/19449 kostenlose Fahrplanauskünfte an. Hilfreich ist auch der neue Taschenfahrplan der Stadt Meerbusch, der die wichtigsten Verbindungen von und zum Drehkreuz Haus Meer beinhaltet. Der Plan ist bei allen Vorverkaufsstellen, den Bürgerbüros und im Technischen Dezernat an der Wittenberger Straße kostenlos erhältlich.