Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 05/28/2004

Rat stimmte zu: Stadt kauft Gelände von der Deutschen Bahn AG
 
 
 
“Schritt nach vorn” für die geplante
Unterführung in Osterath

Die Stadt Meerbusch schafft weiter Fakten für die ersehnte Realisierung der Bahnunterführung Osterath. Von der Deutschen Bahn AG wird die Stadt nun die Fläche der sogenannten “Ladestraße” auf der Boverter Seite der Bahngleise und ein weiteres Areal neben dem Bahnhof erwerben. Den Kaufbeschluss für die gesamte Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern fasste der Stadtrat am Donnerstag Abend in nichtöffentlicher Sitzung.

Durch das derzeit brach liegende Gelände zwischen den Bahnübergängen Meerbuscher Straße und Strümper Straße soll künftig der Verkehr über Rampen zur neuen Unterführung laufen. Auf dem Grundstück neben dem Bahnhof soll parallel ein neu gestalteter Vorplatz mit Bushaltestellen, Taxistand und “Kiss-and-Ride”-Plätzen entstehen. Vom Vorplatz aus – so die Planung - werden Treppen und Rampen Fußgänger und Radfahrer auf die andere Gleisseite führen.

Etwa die Hälfte des Geländes, für das die Stadt mehrere hunderttausend Euro zahlt, wird für den Bau der Unterführung und der Zufahrten später an den Straßenbaulastträger des Projekts, den Landesbetrieb Straßenbau, weiterveräußert.

Bürgermeister Dieter Spindler wertet den Kauf des Geländes als wichtigen Schritt nach vorn. “Der Meerbuscher Wunsch nach einer Unterführung ist schon Jahrzehnte alt, die Reihe der gefüllten Akten ist lang.” Jetzt sei es Zeit, die unliebsamen Wartezeiten an geschlossenen Bahnschranken endgültig zu beenden und das durch die Bahnlinie zerschnittene Osterath endlich wieder zusammenwachsen zu lassen. Das wiederum hängt von der Dringlichkeitsstufe ab, mit der das Projekt in der Bundes- und Landesplanung geführt wird. “Die fälligen Entscheidungen liegen nicht bei der Stadt, dennoch werden wir weiter konsequent das Unsrige tun, um den Prozess voranzutreiben”, so der Bürgermeister. Der nächste fällige Schritt ist nun die Aufnahme des sogenannten “Planfeststellungsverfahrens”.