Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 08/05/2004

In Bürgerbüros ist das “Last-Minute-Fieber” ausgebrochen
 
 
 
Ausweispapiere frühzeitig überprüfen:
Ab 26. Oktober neue Bestimmung für die USA

Die Mitarbeiterinnen in den Bürgerbüros der Stadtverwaltung kennen diese Phase genau: Pünktlich zu Ferienbeginn geraten mit schöner Regelmäßigkeit all‘ jene Zeitgenossen in Wallung, die gewöhnlich nur einmal im Jahr ihre Ausweispapiere in Augenschein nehmen. Wer Pech hat, bemerkt erst beim Kofferpacken, dass sein Pass abgelaufen und somit für den Trip in den Urlaub schlicht wertlos geworden ist. Die Bürgerbüros helfen in solchen Fällen mit vorläufigen Papieren, denn für eine rechtzeitige Bestellung in der Berliner Bundesdruckerei ist es dann schon zu spät.

Bisweilen aber sind auch die Damen der Stadtverwaltung mit ihrem Latein am Ende - dann nämlich wenn rechtliche Hemmnisse unbürokratische Hilfe verbieten. “Gerade Fernreisende sollten sich frühzeitig über die Einreisebestimmungen ihres Ziellandes informieren”, so Heiko Bechert, zuständiger Fachbereichsleiter für die Bürgerbüros. Beispiel: USA. Ab 26. Oktober 2004 ist die visafreie Einreise in die Staaten nur noch mit einem maschinenlesbaren Reisepass möglich. Wichtig: Die neue Regelung gilt auch für Babys und Kinder, die bisher mit Kinderausweis einreisen konnten oder im Reisepass der Eltern eingetragen waren. Jede einreisende Person braucht ein eigenes Ausweisdokument. “Wir haben hier keine Möglichkeit, Hilfe zu gewähren”, warnt Heiko Bechert. “Auch der vorläufige Reisepass gilt ab 26. Oktober für die USA nicht mehr, weil er nicht maschinenlesbar ist.” Für deutsche Staatsangehörige, so heißt es in der neuen Visa-Informatin der US-Botschaft, ist nur der bordeaux-farbene Europa-Pass zulässig.

Wer keinen gültigen Pass hat, braucht ein USA-Visum, das bei der US-Botschaft in Berlin oder beim Konsulat in Frankfurt beantragt werden muss. Die Visabeantragungsgebühr beträgt 90 Euro. Die Krux: Die Lieferung des Visums dauert im Regelfall ebenso lange wie die eines Passes. “Dieser Vorgang ist höchstens in Einzelfällen mit hohem finanziellen Aufwand, zum Beispiel mit Hilfe einer Expresszustellung, zu beschleunigen”, so Bechert. Deshalb empfiehlt er Urlaubern, die in den Herbstferien nach Amerika jetten möchten, schon jetzt in einem der drei Meerbuscher Bürgerbüros einen maschinenlesbaren dunkelroten Reisepass zu beantragen. “Ansonsten erlebt man am Schalter des Immigration Officers eine böse Überraschung.”

Nähere Informationen über die geänderten Einreisebestimmungen gibt es auch im Internet unter www.us-botschaft.de.