Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 12/14/2004

Umweg zum neuen Bahnsteig stößt wie erwartet auf Kritik
 
 
 
Nicht nutzerfreundlich: Stadt lehnt “Fehlplanung” der Bahn ab

“Das ist beim besten Willen nicht unsere Sache. Die Stadt lehnt diese Planung nach wie vor als unsinnig und nutzerunfreundlich ab”, sagt Bürgermeister Dieter Spindler. Hintergrund: Seit dem vergangenen Wochenende ist am Osterather Bahnhof der neue Bahnsteig 2 in Betrieb. Die Folge: Wer mit dem Zug in Richtung Krefeld fahren will, muss sich gewaltig umstellen. Der Zugang von der “alten” Wartezone neben dem Bahnhofsgebäude auf die Boverter Seite ist ab sofort gesperrt. Von hier aus können nur noch Fahrgäste Richtung Köln auf Reisen gehen. Allen anderen – vor allem den Pendlern, die aus der Ortsmitte kommen - bleibt nur der Umweg über einen der beiden Bahnübergänge an Meerbuscher oder Strümper Straße, um auf das Gleis 2 zu kommen. Provisorische Zettel weisen den Menschen den Weg. Auch "Politik und Verwaltung haben sich gegen diesen Schildbürgerstreich lange gewehrt – leider vergeblich”, bedauert Spindler. “Vor allem für die Fahrgäste tut mir das leid. Das hat mit Service wirklich nichts mehr zu tun.”

Zu allem Überfluss sei es jetzt gekommen wie es kommen musste: Die ersten Beschwerden der Bahnkundschaft gingen prompt im Rathaus ein und nicht bei der Bahn AG. Eindringlich räumt der Bürgermeister deshalb auch mit Gerüchten auf, der neue Bahnsteig sei der erste Vorbote für den geplanten Bau der Bahnunterführung. “Das hat aber absolut nichts miteinander zu tun.” Ansprechpartner für Kritik sei jetzt allein die Bahn AG. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, erwägt die Stadt – wie auch von Seiten der Politik angeregt – ein Hinweisschild aufzustellen, das die Fahrgäste aufklärt.