Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/16/2006

FC Adler Nierst hat nun Schlüsselgewalt für Sportplatz Pappelallee
 
 
 
Vertrag ist eine "erfreuliche Lösung" für beide Seiten:
Anlage bleibt frei zugänglich

Die Stadt Meerbusch hat dem Sportverein Adler Nierst mit sofortiger Wirkung die Schlüsselgewalt für den Sportplatz an der Pappelallee in Lank übertragen. Bürgermeister Dieter Spindler (im Bild vorn rechts) und Adler-Vorsitzender Thomas Dzulko (vorn links) setzten jetzt im Rathaus ihre Unterschriften unter den Vertrag, der die Rechte und Pflichten beider Seiten festlegt (hinten Technischer Beigeordneter Michael Nowack und der Leiter des Fachbereichs Grünflächen, Rolf Schmidt).

Das ganze funktioniert nach dem Prinzip partnerschaftlicher Zusammenarbeit: Im Aufgabenbereich der Stadt verbleibt in bewährter Manier die fachmännische Pflege der Plätze und Außenanlagen. Der FC Adler trägt nun die Verantwortung für den übrigen Betriebsablauf auf der Anlage. Montags bis freitags von 16 bis 22 Uhr sowie während der Spiele am Wochenende übernimmt der Verein die Aufsicht. Auch für saubere Umkleidekabinen sorgen die Nierster jetzt selbst. “Ein Platzwartsehepaar, das sich um alles kümmern wird, haben wir schon eingestellt”, so Thomas Dzulko. Barbara und Uwe Wimmers, beide entstammen einer alten Lanker Fußballer-Familie, pflegen ab sofort das Gebäude.

Der Zeitpunkt für die Neuregelung fiel günstig: Der bisherige Platzwart an der Pappelallee wechselte jetzt in den Ruhestand. Zur Deckung seiner Kosten erhält der FC Adler eine jährliche Zuwendung aus dem Stadtsäckel in Höhe von 4.800 Euro, die wiederum bei den städtischen Personalkosten eingespart werden.

Gleichlautende Verträge hat die Stadt bereits mit dem Osterather OSV für die Sportanlage Am Krähenacker, mit dem ASV Lank für die Theodor-Mostertz-Sportanlage an der Nierster Straße und mit dem TuS Bösinghoven für den Sportplatz am Georg-Buscher-Weg abgeschlossen. Die Osterather waren im Jahr 1999 die ersten “Selbstverwalter” gewesen. “Die Erfahrungen sind bisher für alle Seiten sehr gut”, so Bürgermeister Spindler. Die Stadt wisse die Anlagen in guter Obhut, die Vereine seien verantwortungsvolle “Hausherren”.

Der FC Adler nutzt den Ascheplatz in Lank vor allem während der Herbst-/Wintermonate für Spiel- und Trainingsbetrieb, derweil wird der Rasenplatz in Nierst geschont und nur von den “kleinen Adlern” bespielt. Übrigens: Väter mit ihren Söhnen oder auch Kinder und Jugendliche, die den Sportplatz im Grünen bislang gerne für einen “Freizeit-Kick” genutzt haben, können auch weiterhin an der Pappelallee gegens runde Leder treten, wenn nicht gerade trainiert oder gespielt wird. Die Anlage bleibt auch unter neuer Schlüsselgewalt frei zugänglich.