Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 12/13/2002

Premiere für das Stadtmarketing-Forum ”Einkauf und Attraktivität”
 
 
 
Mehr Selbstbewusstsein: Einkaufen in Meerbusch soll wieder Spaß machen

Einkaufen in Meerbusch muss einfach wieder mehr Spaß machen - da waren sich die rund 40 Teilnehmer des neuen Stadtmarketing-Forums ”Einkauf und Attraktivität” sehr schnell einig. Vertreter der Werbe- und Interessengemein-schaften in Büderich, Lank und Osterath aber auch ”Otto Normalverbraucher” trafen sich am Montag Abend zum ersten Meinungsaustausch im Mataré-Gymnasium. Schon beim großen Stadtmarketing-Auftaktabend Ende Oktober hatten die Bürger zahlreiche Ansatzpunkte zum Thema Einkauf und Gastromomie in Meerbusch geliefert: Wie kann man den Fortbestand kleinerer und mittlerer Geschäfte in Meerbusch sichern? Wie sind die kleinen Stadtteile besser versorgen? Wie kann man die Kunden besser an Meerbusch binden? Hintergrund: Die Stadt glänzt zwar mit einer weit über dem Bundesdurchschnitt liegenden Kaufkraftkennziffer von 140, doch 70 Prozent ihres Geldes geben die Meerbuscher in den umliegenden Großstädten aus. Mit Gütern des täglichen Bedarfs decken sich die Verbraucher allerdings vorrangig im Ort selbst ein.

Bei allem Bedauern war dem Forum sehr bald klar, dass es Meerbusch kaum gelingen wird, Städten wie Düsseldorf oder Krefeld in Sachen Einkaufserlebnis oder Angebotsvielfalt paroli zu bieten. Das aber sei auch nicht der Sinn der Sache. Vielmehr gelte es, die individuellen Vorzüge weiter herauszuarbeiten, die eine Kleinstadt wie Meerbusch den großen Nachbarn entgegen setzen kann: Kostenloses Parken, persönlich-nette Bedienung, stressfreies Einkaufen in gemütlicher Atmosphäre. Devise: ”Hier kennt man sich noch”.

In drei Meerbusch-Teams will das Forum nun erste Projekte auf die Beine stellen. Ein Team wird sich mit dem Branchenmix in der Stadt beschäftigen, eine zweite Guppe widmet sich dem großen Themenfeld ”Werbung und Präsentation”. Im dritten Team schließlich wird es um die Erarbeitung eines verbesserten Service-angebots gehen. Als erste Ideen wurden eine ”Meerbuscher Geschäfte-Rallye” oder die Kürung des ”Freundlichsten Verkäufers der Stadt” vorgeschlagen.

Klar ist, dass die Gruppe der Akteure in jedem Fall noch stärker werden muss, um wirklich etwas bewegen zu können. ”Wir brauchen dringend die Meerbuscher Wirtschaftsbürger, sonst wird’s schwer”, betonte Moderator Frank Heinze vom Dortmunder Büro Heinze und Frauns, das den Meerbuscher Stadtmarketing-prozess im Auftrag der Stadt einleitet. Deshalb werden nun alle Mitglieder der Werbegemeinschaften zum nächsten Treffen am 3. Februar schriftlich eingeladen, auch die Gastwirten und Hotelliers sollen nochmals zur Mitarbeit ermuntert werden.