Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/27/2006

Auch nach schriftlicher Intervention durch Bürgermeister Spindler
 
 
 
Deutsche Post AG beharrt auf Schließung
ihrer Filialen in Osterath und Lank

Die Deutsche Post AG sieht keine Veranlassung, die geplante Schließung der Postfilialen in Osterath und Lank-Latum zu überdenken. Dies stellte das Unternehmen jetzt in einem Antwortschreiben an Bürgermeister Dieter Spindler klar.

Die Regionale Politikbeauftragte der Post hatte die Entscheidung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Meerbusch vorgetragen und war bei allen Fraktionen auf Unverständnis gestoßen. Spindler hatte daraufhin nochmals schriftlich bei der Post gegen die Schließungspläne interveniert.

“Im Stadtteil Lank leben 9.825 und im Stadtteil Osterath 12.840 Menschen, beide Postfilialen erfreuen sich reger Nachfrage”, so der Bürgermeister in seinem Brief an die Regionalleitung des Unternehmens in Essen. Die Warteschlangen vor den Schaltern seien ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Bedarf für beide Einrichtungen gegeben sei. Die jetzt geplanten “Partner-Filialen” könnten die bisherigen Dienstleistungen nur noch “in abgespeckter Form” und kaum in der gewohnten Qualität anbieten. Dies gelte insbesondere für das Postbankangebot. Der Haupt- und Finanzauschuss hatte außerdem die Befürchtung geäußert, dass bei möglichen Insolvenzen der neuen Partner vor Ort Dienstleistungen komplett eingestellt werden könnten. Auch dieses Argument ging nochmals schriftlich an die Post-Verantwortlichen.

Die Post AG weist die Bedenken von sich. In ihrem Antwortschreiben ans Rathaus preist sie ihre seit 1993 praktizierte Zusammenarbeit mit Einzelhandhandels-geschäften als “Erfolgsmodell”, mit dem das Unternehmen “sein Filialnetz wirtschaftlicher gestalten” könne.

Bürgermeister Spindler kann für derlei Argumente nach wie vor kein Verständnis aufbringen. “Diese Vorgehensweise bleibt für mich und für Meerbusch unakzeptabel.”