Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/10/2003

In Lank entstehen 16 Eigenheime in ökologischer Bauweise
 
 
 
Pilotprojekt mit ganz eigenem Charakter:
Und den Blick immer Richtung Sonne

“Wir gehen mit diesem Pilotprojekt bewusst ganz neue Wege”, erläutert Brigitte Herrmann, Planerin im Technischen Dezernat der Stadtverwaltung. “Ein Baugebiet dieser Art gibt es in Meerbusch bislang nicht.” Wenn das Planverfahren günstig läuft, kann am Ortsrand von Lank-Latum schon in etwa einem Jahr mit dem Bau von 16 Einfamilienhäusern in ökologischer Bauweise begonnen werden. Der Entwurf für die Eigenheime stammt vom Zeichenbrett der Grevenbroicher Werkgemeinschaft Quasten und Berger. Die Bauunternehmung Durst aus Mönchengladbach hat per Ratsbeschluss den Zuschlag zum Kauf des 6.000 Quadratmeter großen und 1,2 Millionen Euro teuren städtischen Areals an der Wittenberger, Ecke Kierster Straße bekommen. Die Gesellschaft wird die Häuser bauen und voraussichtlich ab Herbst vermarkten.

Insgesamt vier Architekturbüros und Investoren hatten nach der Ausschreibung durch die Stadt im vergangenen Jahr Entwürfe eingereicht. “Quasten und Berger haben sich am besten an unsere städtebaulichen Vorgaben gehalten, und sie bieten eindeutig die gefälligste Architektur”, so Doris Schröter, im Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt für Grundstücksverkäufe zuständig. Die wichtigste Vorgabe: Es soll nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut werden. Dazu gehören unter anderem die energiesparende Ausrichtung der Häuser nach Süden, eine intensive Begrünung von Dächern und Umfeld, Regenwasserversickerung oder auch der Einsatz von Solartechnik. Außerdem sollten die Bewerber ein “identitätsstiftendes städtebauliches Konzept” vorlegen, das der familienfreundlichen Modellsiedlung einen unverwechselbaren Charakter verleiht. Als “Zugabe” war ein 1.000 Quadratmeter großer Spielplatz für Kinder von 6 bis 14 Jahren zu integrieren. Ein Wall soll das Gebiet gegen Lärm von der Sportanlage Nierster Straße und der Forstenberghalle abschirmen.

Jetzt kann sich auch die Öffentlichkeit ein Bild von den Entwürfen und den Vorzügen des Siegerbeitrags machen, der übrigens als einziger mit einem Modell aufwartet. In einer Ausstellung im Hauptflur des Technischen Dezernates an der Wittenberger Straße 21 in Lank-Latum sind vom kommenden Montag bis einschließlich Freitag alle Pläne zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr zu besichtigen.